Die trüben Aussichten begründet Alpiq unter anderem mit dem Abschreiber für die Projektkosten eines neuen Atomkraftwerks im solothurnischen Niederamt. Nach dem Beschluss von Bundes- und Nationalrat, aus der Atomenergie auszusteigen, muss Alpiq 35 Millionen Franken ans Bein streichen.

Belastend wirkten zudem die Entwicklung der Preise und der Währungen, schreibt Alpiq in einer Mitteilung vom Freitag. Eine nachhaltige Erholung zeichnet sich gemäss dem Unternehmen erst mittelfristig ab.

Wie viele Stellen abgebaut werden sollen, wollte ein Alpiq-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda nicht bekanntgeben. Ob es zu Entlassungen komme, sei offen, sagte der Sprecher.

Unternehmensteile verkaufen

Der Konzern will aufgrund der schwierigen Situation seine Investitionen konzentrieren sowie ausgewählte Unternehmensbestandteile verkaufen, darunter die Heidelberger Alpiq Anlagentechnik Gruppe (AAT), wie es heisst. Die AAT zählt rund 5000 Mitarbeiter und ist international tätig.

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Als weitere Massnahme legt Alpiq die Geschäftsbereiche «Energie West-Europa» und «Energie Zentral-Europa» unter dem Namen «Energie International» zusammen. Der Energiekonzern will sich künftig auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Dies umfasst die Erzeugung, Optimierung, Handel und Vertrieb von Energie sowie Erbringung von Energiedienstleistungen.

Der Umsatz von Alpiq sank letztes Jahr um 4,8 Prozent auf 14,1 Milliarden Franken. Der Gewinn verringerte sich um 4,6 Prozent auf 645 Millionen  Franken. Die Halbjahreszahlen 2011 legt Alpiq am 19. August vor.

(cms/kgh/sda)