Der Energiekonzern Alpiq wird immer mehr zum Verkehrstechnik-Spezialisten. Er übernimmt das britische Bahntechnikunternehmen Lundy Projects mit Sitz in Stockport nahe Manchester.

Den Preis nennt Alpiq in der Mitteilung vom Dienstag nicht. Lundy Projects beschäftigt 160 Mitarbeitende an fünf Standorten. Durch den Zukauf wird Alpiq gemäss eigenen Angaben die Nummer 1 in der Fahrleitungstechnik in Europa.

Erweitertes Portfolio

Alpiq ist bisher bereits in der Planung, Errichtung und Instandhaltung von Bahntechnik- und Bahnstromanlagen tätig sowie der Elektrifizierung von Fern- und Nahverkehrsmitteln. Zu den grössten Projekten zählen etwa der Gotthard-Basistunnel sowie Arbeiten an der Hochgeschwindigkeitsstrecke Mailand-Genua.

Mit der Übernahme von Lundy Projects erweitere Alpiq das Portfolio in den Bereichen Design, Herstellung und Montage von Fahrleitungs- und Signalstrukturen, schreibt das Unternehmen.

Vom Stromproduzenten zum Dienstleister

Der Zukauf ist Teil der Strategie, sich vom Stromproduzenten zu einem Dienstleister zu entwickeln und in Wachstumsmärkte zu investieren. Grossbritannien erwarte innerhalb der kommenden 25 Jahre eine Verdopplung des Passagieraufkommen, was entsprechende Infrastrukturprojekte mit sich bringe.

(sda/gku/cfr)