Der aus der Schindler-Tochter Also und der deutschen Actebis entstandene IT-Grosshändler Also-Actebis schliesst das Geschäftsjahr 2012 mit einem Gewinnsprung. Der Konzerngewinn legte um 73 Prozent auf 46,3 Mio. Euro zu, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Der Umsatz lag mit 6,3 Milliarden Euro lediglich 1,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Betriebsergebnis (Ebitda) stieg um 21 Prozent auf 110,1 Millionen Euro. Konzernchef Gustavo Möller-Hergt stellte in der Mitteilung fest, dass das Unternehmen damit in einem unruhigen wirtschaftlichen Umfeld mit einen starken Ergebnis abgeschlossen habe.

Im Fusionsjahr 2011 hatte Also-Actebis einen Umsatzrückgang von knapp 5 Prozent auf 6,2 Mrd. Euro erlitten. Der Konzerngewinn verringerte sich damals von 38,9 Millionen auf 26,7 Millionen Euro, darin enthalten waren Kosten von 4,4 Millionen Euro für Abfindungen und Berater. In der Folge hatte der Konzern ein Programm zur Stärkung der Ertragskraft eingeleitet.

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2012 konnte in Zentraleuropa der Umsatz um knapp 1 Prozent auf 4,77 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Gewinn vor Steuern (Ebit) verbesserte sich um 67 Prozent auf knapp 57 Millionen Euro. In Nord- und Osteuropa stieg der Umsatz um 3,5 Prozent auf 1,67 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern stieg um über 50 Prozent auf 12,5 Millionen Euro.

Im laufenden Geschäftsjahr 2013 erwartet Also-Actebis ein moderates Wachstum und damit einen Umsatz, der sich dem im Geschäftsjahr 2012 erreichten Niveau annähern wird. Insgesamt bleibe das Marktumfeld herausfordernd.

Mittelfristig strebt das Unternehmen weiterhin einen Konzerngewinn von 50 bis 55 Millionen Euro und ein Betriebsergebnis (Ebitda) von 120 bis 130 Millionen Euro an.

Zudem gab das Unternehmen bekannt, dass der Verwaltungsrat verkleinert wird. Auf die Generalversammlung von Anfang März hin legen die Verwaltungsrats-Mitglieder Herbert Jacobi und Peter Bühler ihre Mandate nieder. Ein Ersatz ist nicht vorgesehen, damit verkleinert sich das Gremium von acht auf sechs Mitglieder.

(chb/aho/sda)