Der in der Krise steckende französische Konzern Alstom forciert einem Pressebericht zufolge den Börsengang seiner Bahnsparte. Die Platzierung von Teilen des Geschäfts könnte dabei bis zu einer Milliarde Euro einspielen, berichtete die Zeitung «Les Echos» unter Berufung auf Kreise. Die Sparte soll bei der Teilplatzierung insgesamt mit 3 bis 4 Milliarden Euro bewertet werden.

Alstom selbst hatte angekündigt, für das Geschäft alle Optionen zu prüfen. Eine davon ist der Gang an die Börse. Dies ist oft im Vergleich zu Partnerschaften oder Fusionen der einfachere Weg, Unternehmensteile abzutrennen. Als Zeitraum für den Börsengang wurde in dem Bericht der Juni genannt. Alstom-Aktien legten in einem schwachen Marktumfeld rund zwei Prozent zu und konnte sich damit weiter von ihrem Kurssturz seit Januar erholen.

Auftragsflaute für den Siemens-Konkurrenten

Das Papier hatte von Mitte Januar bis Anfang März nach schwachen Zahlen und einer gesenkten Prognose fast ein Drittel an Wert verloren. Zuletzt konnte die Aktie wieder leicht zulegen. Der Siemens-Konkurrent steckt vor allem wegen einer Auftragsflaute in der Kraftwerkssparte und einem schwachen Geschäft in Europa in der Krise. Konzernchef Patrick Kron kündigte daher im Januar an, den Sparkurs zu forcieren.

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(awp/gku)