Der französische Industriekonzern Alstom hat wegen der schwächelnden Konjunktur seinen Ausblick gesenkt. Mit den Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr verfehlten die Franzosen zudem noch die Erwartungen der Experten. Die Anleger reagierten sehr verschnupft und schickten die Aktie auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2008.

Im Vormittagshandel lag die Aktie zeitweise mit einem Minus von knapp 10 Prozent am Ende des französischen Leitindex CAC-40, der knapp im Plus tendierte.

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Für das Geschäftsjahr 2013/2014 werde mit einem organischen Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich gerechnet, teilte das Unternehmen in Paris mit. Die operative Marge soll im laufenden Jahr stabil bleiben und dann erst in den nächsten zwei bis drei Jahren auf rund 8 Prozent steigen. Ursprünglich hatte Alstom bereits im Fiskaljahr 2015 diese Margenziel erreichen wollen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wiesen die Franzosen bei dieser Kennzahl 7,2 Prozent aus.

Dividende steigt

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verbuchte Alstom dank Einsparungen einen Überschuss von 802 Millionen Euro. Dies war ein Plus von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Analysten hatten dagegen mit deutlich mehr gerechnet. Das operative Ergebnis legte um vier Prozent auf 1,46 Milliarden Euro zu. Der Umsatz kletterte dank des Transportgeschäfts um zwei Prozent auf 20,3 Milliarden Euro. Der Auftragseingang erhöhte sich um zehn Prozent auf 23,8 Milliarden Euro. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,84 Euro erhalten, ein Plus von 5 Prozent.

Die Franzosen sind hinter General Electric und Siemens der drittgrösste Hersteller von Anlagen und Produkten für die Stromerzeugung und Energieübertragung. Zudem bauen die Franzosen verschiedene Züge und Anlagen für den Schienenverkehr. In Deutschland kämpft der Konzern derzeit mit den Folgen der Energiewende, da weniger Kraftwerke für die konventionelle Energiegewinnung gebaut werden.

(tno/sda)