Heinz Lamprecht ist überzeugt: «Wasser ist nicht gleich Wasser, und Filter ist nicht gleich Filter». Dies sagt der 46-jährige Gründer von Alvena. Der Name des Unternehmens steht gleichzeitig auch für dessen einziges Produkt: Der Alvena-Wasserfilter wurde im Oktober 2006 lanciert. Erhältlich ist er in drei Versionen, mit Filter für Trinkwasser, Kaffee- oder Teewasser oder Nutzwasser. «Was für den Körper am besten ist, ist für Haushaltgeräte noch lange nicht ideal», sagt Lamprecht. Deshalb belässt der Trinkwasserfilter Magnesium und Kalzium im Wasser, entfernt aber Nitrate, Pestizide, Herbizide, Chlor und Schwermetalle. Umgekehrt reinigt der Nutzwasserfilter das Nass von Kalk, Chlor und organischen Verbindungen. Letztere können beim Bügeln lästige Verfärbungen zur Folge haben.


Andere Wirkung

Das Ziel von Lamprecht war es, sein Produkt mit einer anderen Technik zu versehen als die Wasserfilter des Marktleaders Brita. Ihm schwebte quasi der Rolls-Royce unter den Wasserfiltern vor, ausgestattet mit neuster Technologie. Das Ergebnis dieser Bemühungen: Im Alvena-Krug ist der Filter horizontal und nicht – wie bei den Produkten der Konkurrenten – vertikal eingebaut.

Ein Detail mit grosser Wirkung: Die neue Positionierung verhindert den unhygienischen Kontakt mit dem bereits gefilterten Wasser. Zudem misst im Alvena-Krug ein elektronischer Zähler exakt den Durchfluss. Die Wasserfilter-Kartusche kann folglich genau dann gewechselt werden, wenn sie aufgebraucht ist. Bei den Filtern der Konkurrenten merke der Konsument hingegen nie genau, wann der Filterwechsel fällig sei. «Mein Ziel war es nicht zuletzt, mit dem Filter hierzulande auch Arbeitsplätze zu generieren», betont Lamprecht. Schon jetzt beschäftigt das Unternehmen vor- und nachgelagert mindestens ein halbes Dutzend Leute. Lamprecht hat das Projekt mit privaten Investoren in 1,5 Jahren zur Marktreife gebracht. Inzwischen ist es bei Fust, bei Coop-City, beim VAC-Versand und bei anderen Detailhändlern in den Regalen. Der Unternehmer ist sich auch nicht zu schade, an Samstagen selber auf Promotionstour zu gehen. Ein wichtiges Instrument für das Marketing bildet auch die Verpackung, vor allem wegen der selbst erklärenden Bilder als Gebrauchanweisung. In Deutschland gewann der Wasserfilter denn auch auf Anhieb den renommierten «Plus X Award» wegen des guten Design und der guten Innovation.


Bald schwarze Zahlen

Alvena hat die Fühler bereits international ausgestreckt. Beim nördlichen Nachbarn und in Österreich sind die Wasserfilter ebenfalls in den Regalen. Die nächsten Expansionsschritte sind nach Frankreich, Griechenland und Italien geplant. Grundsätzlich sollen mit den Wasserfiltern Leute angesprochen werden, bei denen die Gesundheit einen hohen Stellenwert geniesst.

«Wir können nicht Leitungswasser in Mineralwasser verzaubern, aber unsere Filterkrüge werden in jenen Ländern sehr gefragt sein, in denen das Wasser aus den öffentlichen Versorgungen schlechte Qualität aufweist», hat sich Lamprecht ausgerechnet. Vier Fünftel der Produktion sollen denn auch mittelfristig in den Export gehen. Spätestens 2008 soll Alvena schwarze Zahlen schreiben.

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Firmenprofil

Name: Alvena AG
Laupersdorf SO
Gründung: 2006
Führung: Heinz Lamprecht
Umsatz: 1 Mio Fr.
Beschäftigte: 3
Produkte: Wasserfilter
Internet: www.alvena.ch