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Amag: Diesel-Skandal belastet VW-Absatz

Morten Hannesbo: Als Amag-CEO hat er ein turbulentes Jahr hinter sich. Keystone

Die Krise bei Volkswagen zeigt sich in den hiesigen Absatzzahlen. Von einem Einbruch will Amag-CEO Morten Hannesbo aber nichts wissen.

Veröffentlicht am 29.12.2015

Der Abgas-Skandal des deutschen Autoherstellers Volkswagen hat das Kaufverhalten der Kunden in der Schweiz offenbar nur wenig beeinflusst. Die Verkaufszahlen seien trotz der negativen Schlagzeilen nicht eingebrochen, sagt Amag-Chef Morten Hannesbo.

Er denke aber schon, dass die Amag Käufer verloren habe. «Sagen wir um die 5 Prozent in den letzten Monaten», sagt Hannesbo in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» vom Dienstag.

Kein Einbruch bei Diesel-Nachfrage

Auch habe der Skandal zu keiner Verschiebung der Motorenwahl weg vom Diesel geführt. Generell kauften sich die Leute, was sie brauchten, sagte der CEO von Amag, welche die Marken VW, Audi, Skoda, Seat, Porsche und Bentley in die Schweiz importiert.

«Wenn sie häufig Langstrecken fahren, müssen sie mit einem Diesel weniger tanken», sagt Hannesbo. Für Kurzstrecken dagegen eigneten sich Benziner besser. Elektroautos und Plug-in-Hybride seien eher für Leute, die ein Zeichen setzen wollen.

Grosser Imageschaden

VW hatte vor gut drei Monaten zugeben müssen, dass weltweit bei rund 11 Millionen Dieselfahrzeugen eine Manipulationssoftware eingesetzt wurde, die den Stickstoffoxid-Ausstoss im Testbetrieb als zu niedrig auswies. Durch Strafen, Rückrufaktionen und Entschädigungen kommen auf den deutschen Konzern Milliardenkosten zu.

Hannesbo spricht im Interview zwar von einem grossen Imageschaden für VW. Dennoch sei es um das Vertrauen der Amag-Kunden nicht schlecht bestellt. «Weit über 90 Prozent sagen: Fehler passieren und wenn sich mein Partner, die Amag für mich einsetzt, dann bin ich bereit, VW noch eine Chance zu geben», sagt der Chef des grössten Schweizer Autoimporteurs mit 4,6 Milliarden Franken Umsatz und über 5000 Mitarbeitern.

Umrüstung Ende Januar

Die Umrüstung der manipulierten VW-Dieselautos soll in der Schweiz Ende Januar anlaufen. Amag wird die betroffenen Kunden brieflich dazu aufrufen, einen Termin beim Garagisten zu vereinbaren.

(sda/ise/mbü)

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