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Amazon greift Netflix frontal an - auch in der Schweiz

Amazon Prime Video: Schweizer sind für 2.99 pro Monat dabei. primevideo.com

Der US-Internetkonzern Amazon weitet seinen Streamingdienst Prime Video auf 200 Länder aus. Nun kommen auch Schweizer in den Genuss des preisgekrönten Filmanbieters. Die Luft für Netflix wird dünner.

Veröffentlicht am 14.12.2016

Der US-Internetkonzern Amazon weitet seinen Streamingdienst Prime Video auf 200 Länder aus und greift damit den Konkurrenten Netflix massiv an. Bislang konnten nur Kunden in den USA, Deutschland, Österreich, Grossbritannien und Japan das Videoangebot des Onlinehändlers nutzen.

Prime-Kunden in Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Kanada und Indien können künftig Filme und Serien ohne Aufschlag sehen, teilte Amazon mit.

Schweizer zahlen 2,99 Euro pro Monat

In den übrigen Ländern können Kunden die Video-Bibliothek von Amazon nur gegen einen Aufpreis nutzen. Mit dabei ist neu auch die Schweiz. Die ersten sieben Tage sind nach der Hinterlegung einer Kreditkarte gratis zum Testen. Der Zugang kostet hier in den ersten sechs Monaten je 2,99 Euro, danach werden monatlich 5,99 Euro fällig.

Amazon positioniert sich damit auf dem Markt für Streamingdienste gegen Pionier Netflix. Amazon-Prime-Kunden profitieren unter anderem auch von kostenlosen und schnelleren Lieferungen, wenn sie über Amazon Produkte bestellen.

Der US-Streamingdienst Netflix ist seit Jahresbeginn in 190 Ländern zu empfangen und hat derzeit rund 87 Millionen Nutzer. Das Unternehmen wertet die zuletzt wieder deutlich gestiegene Kundenzahl vor allem als Erfolg der Investitionen in Eigenproduktionen.

Riesige Investitionen

Auch Amazon finanzierte bereits eine Reihe von Eigenproduktionen. Allein die Produktion der Serie «The Grand Tour» der umstrittenen «Top Gear»-Crew um Jeremy Clarkson kostete Amazon gegen 250 Millionen US-Dollar. Schon jetzt ist «The Grand Tour» offenbar ein Erfolg.

Auch auf dem roten Teppich sorgt der Internetriese momentan für Furore: Am Montag wurden Eigenserien gleich für elf Golden Globes nominiert, das Pendant der Oscars für TV-Formate. Dabei waren die Komödienserien «Transparent» und «Mozart in the Jungle».

Auch bei Grossleinwandproduktionen reitet Amazon auf der Erfolgswelle: Für den von Kritikern gefeierten Film «Manchester by the Sea» heimste Amazon bereits fünf Golden Globes-Nominierungen ein - neben den Oscars die wichtigste Filmauszeichnung in den USA.

(sda/chb/me)

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