1. Home
  2. Amazon ist offenbar scharf auf Richemont-Tochter

Pressebericht
Amazon ist offenbar scharf auf Richemont-Tochter

Net-a-Porter: Die Luxustochter könnte nach Amerika abwandern. Keystone

Die Schweizer Luxusgüterfirma Richemont bezahlte vor fünf Jahren fast 400 Millionen Euro für den Online-Händler Net-a-Porter. Nun könnte die Tochter für das Fünffache nach Amerika verkauft werden.

Veröffentlicht am 27.03.2015

Amazon prüft einem Medienbericht zufolge eine Expansion in den Onlinehandel mit Luxuswaren. Der US-Konzern erwäge den Kauf der Richemont-Tochter Net-a-Porter, meldete das Magazin «Forbes» unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Gespräche seien noch nicht weit fortgeschritten und könnten auch scheitern. Das mögliche Geschäft könne Net-a-Porter geringer bewerten als die zuletzt von der Modeindustrie-Zeitung «Women's Wear Daily» veranschlagten zwei Milliarden Euro. Aber auch bei einer Bewertung von weniger als zwei Milliarden Euro wäre es der grösste Amazon-Zukauf aller Zeiten. Zuletzt gab der US-Gigant knapp mehr als 1 Milliarde aus, um die Firma «Twitch» zu kaufen. Vor sechs Jahren bezahlte Amazon 1.2 Milliarden Dollar für den Online-Schuhhändler «Zappos».

Richemont bezahlte einst 392 Millionen Euro

Ob es zu einem Deal kommt, ist unklar. Die Firmen halten sich bedeckt. Amazon liess eine E-Mail-Anfrage unbeantwortet. Der in London ansässige Online-Luxushändler Net-a-Porter reagierte auf einen Telefonanruf nicht, wie « Forbes» weiter schreibt.

Die Richemont-Tochter vertreibt unter anderem die Produkte von Designern wie Prada, Burberry und Marc Jacobs. Die Plattform wurde 2010 von dem Schweizer Luxusgüterhersteller Richemont für 392 Millionen Euro gekauft.

(reuters/ise/ama)

Anzeige