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Online-Apotheke
Amazon schnappt sich US-Versandapotheke PillPack

Die amerikanische Online-Apotheke packt die Pillen schon vorher auf die Menge der Dosierung ab.

Amazon steigt in den Medikamentenhandel ein: Dafür kauft der Online-Gigant die amerikanische Onlineapotheke PillPack.

Veröffentlicht am 28.06.2018

Amazon steigt mit der Übernahme der amerikanischen Online-Apotheke mit dem wendigen Namen PillPack in den Medikamentenhandel ein. PillPack spezialisiert sich auf die Betreuung von Patienten, die Arzneimittel auf Rezept bekommen: Die Firma stellt die Medikamente zusammen, organisiert den Versand und sorgt auch für Nachschub bei chronischen Erkrankungen. Amazon nannte am Donnerstag keinen Kaufpreis.

Wal-Mart buhlte auch mit

Der weltgrösste Online-Händler war wohl nicht der einzige Interessent: Im April hatte der Fernsehsender CNBC berichtet, PillPack stehe vor der Übernahme durch den Supermarkt-Riesen Wal-Mart. Der Preis liege unterhalb der Marke von einer Milliarde Dollar, hiess es damals unter Berufung auf informierte Personen. Wal-Mart baut gerade massiv sein Online-Geschäft aus, um Amazon Paroli zu bieten.

An der Börse wurde der Zukauf als Beginn einer Attacke von Amazon auf den Apotheken-Markt in den USA aufgenommen. Die Aktien der grossen Drogerie-Ketten, die auch als Apotheken agieren, brachen ein. Die Papiere von Walgreens und CVS verloren zum Handelsstart am Donnerstag gut neun Prozent, der Kurs von Rite Aid sackte sogar um rund 13 Prozent ab.

(awp/tdr)

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