Jahrelang wurde getestet. Amazon Fresh nennt sich das Angebot in Seattle. Nun berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen, dass ähnliche Angebote jetzt auch in Los Angeles - vielleicht noch diese Woche - und im Laufe des Jahres auch in San Francisco geplant seien. Sollte sich das Geschäft gut entwickeln, könnte Amazon Fresh 2014 in 20 weiteren Ballungsgebieten angeboten werden, einige davon ausserhalb der USA.

Eine Amazon-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme ab. Im amerikanischen Lebensmittelmarkt wurde 2012 ein Umsatz von 568 Milliarden Dollar erzielt. Seit mindestens fünf Jahren liefert Amazon über sein Pilotprogramm in Seattle auch frische Lebensmittel wie Eier, Erdbeeren und Fleisch aus. Dabei setzt der amerikanischen Konzern eigene Lastwagen ein.

Streiks in Deutschland gehen weiter

Derweil hat Amazon in Deutschland weiter Probleme. Im Streit um höhere Löhne erhöhte die Gewerkschaft Verdi mit neuen Streiks den Druck. An den Standorten in Bad Hersfeld und Leipzig hatten Verdi zufolge am Montag Hunderte von Beschäftigten ihre Arbeit nieder gelegt. «Die Geschäftsführung muss sich bewegen», forderte Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago. Andernfalls werde Verdi die Proteste fortsetzen. Die Fronten sind verhärtet.

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(se/reuters)