Apple (Apple-Aktie) hat im Versuch, dem Online-Händler Amazon (Amazon-Aktienkurs) die Nutzung des Namens «Appstore» verbieten zu lassen, einen Rückschlag erlitten. Die zuständige Richterin lehnte den Antrag auf eine einstweilige Verfügung ab und setzte eine Gerichtsverhandlung auf Oktober 2012 an.

Apple habe nicht beweisen können, dass die Namens-Ähnlichkeit mit seinem App Store mit Programmen für iPhone und iPad zu Verwirrung bei Konsumenten führe, begründete sie ihre Entscheidung unter anderem.

Richterin widerspricht auch Amazon

Zugleich widersprach die kalifornische Richterin aber auch der Ansicht von Amazon, der Begriff «App Store" habe sich inzwischen so fest für die Bezeichnung von Software-Vertriebsplattformen eingebürgert, dass er von allen genutzt werden könne.

Amazon hatte unter dem Namen Appstore eine Download-Plattform für Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android gestartet und war im März von Apple verklagt worden.

Apple hatte seinen App Store mit Programmen für Geräte mit dem iOS-Betriebssystem wie iPhones und iPads 2008 gestartet und die Markenrechte an dem Namen beantragt. Die US-Patentbehörde gewährte sie bereits, allerdings geht Konkurrent Microsoft gegen die Entscheidung vor. Apple erweiterte das App-Store-Angebot inzwischen um Programme für seine Mac-Computer.

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(laf/cms/awp)