Die Insolvenz der US-Fluggesellschaft American Airlines dürfte 13000 Mitarbeitern den Job kosten. Diese Zahl nannte Konzernchef Tom Horton bei einem Treffen mit Gewerkschaftsvertretern, bei dem er seinen Plan zur Rettung der verlustreichen Fluglinie vorstellte. Demnach trifft es die Mechaniker und Mitarbeiter in der Gepäckabfertigung besonders hart. Auch 2300 Flugbegleiter und 400 Piloten sollen gehen.

«Wir werden diese Reise mit deutlich weniger Leuten beenden», schrieb Horton am Mittwoch in einem offenen Brief an die insgesamt 88000 Beschäftigten des drittgrössten Luftfahrt-Konzerns der USA. «Aber wir werden auch Zehntausende Jobs sichern, die verloren gegangen wären, wenn wir diesen Kurs nicht eingeschlagen hätten.» Horton will insgesamt zwei Milliarden US-Dollar jährlich einsparen und gleichzeitig mit weniger Leuten den Umsatz um eine Milliarde Dollar steigern.

Der American-Airlines-Mutterkonzern AMR hatte im November nach andauernden Verlusten Insolvenz angemeldet. Der Flugbetrieb geht aber weiter und das Management rechnet damit, dass ein Neustart gelingt. Auch andere grosse US-Fluglinien hatten sich schon durch eine Insolvenz von Schulden und Personalkosten befreit und verzeichnen heute wieder satte Gewinne. American Airlines will zudem seine überalterte Flotte erneuern.

Anzeige

(muv/awp)