Der Modehersteller American Apparel, der seit Jahren gegen sinkende Umsätze kämpft, will Filialen schliessen und Stellen streichen. In den kommenden 18 Monaten wolle das Unternehmen 30 Millionen Dollar einsparen, teilte American Apparel mit.

Dazu würden «leistungsschwache» Filialen geschlossen. Einzelheiten nannte das Unternehmen nicht. Es hat 239 Filialen in rund 20 Ländern, 135 davon in den USA. Seit 2005 ist American Apparel auch in Zürich präsent. Weltweit arbeiten rund 10'000 Menschen für die Firma.

«Made in USA» als Verkaufsargument

American Apparel legt in seinen Kampagnen grossen Wert auf die Feststellung, ausschliesslich in den USA zu produzieren - und nicht wie die Konkurrenz in Niedriglohnländern in Asien. Doch die Verkäufe gehen seit 2010 zurück. Die europäischen Ketten wie H&M und Zara sind günstiger und tauschen ihre Kollektionen schneller aus. Dazu kommen der starke Dollar und die Konkurrenz der Online-Anbieter.

Die noch neue Chefin Paula Schneider erklärte, sie fühle sich verpflichtet, das Unternehmen in die Gewinnzone zurückzuführen. Die angekündigte Sparrunde werde aber nicht ausreichen. American Apparel brauche zusätzlich frisches Kapital in den kommenden zwölf Monaten. Eine Garantie auf Erfolg gebe es nicht, warnte das Unternehmen.

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Negative Schlagzeilen

American Apparel war im vergangenen Jahr in den Schlagzeilen, weil der Gründer Dov Charney seinen Rausschmiss nicht akzeptieren wollte und immer noch dagegen ankämpft. Ihm waren «Fehlverhalten und sexuelle Belästigung« vorgeworfen worden. Charney hatte American Apparel 1989 im kanadischen Montréal gegründet und den Firmensitz später nach Los Angeles verlegt.

(sda/mbü/hon)