American-Express-Chef Kenneth Chenault sprach von einem Rekordergebnis: Die Kreditkartenfirma hat den Gewinn im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahr auf 1,2 Milliarden Dollar (+ 33 Prozent ) ausgebaut. Die mit den Karten bezahlten Ausgaben seien um 17 Prozent gestiegen, sagte er. Ausserdem würden die Kunden ihre Schulden gegenüber American Express wieder sehr zuverlässig begleichen. Das Geschäft entwickle sich so gesund wie vor der Krise.

Der Konzern musste statt 687 Millionen Dollar vor einem Jahr jetzt nur noch 47 Millionen Dollar für Zahlungsausfälle zurücklegen.

Faule Kredite hatten sich während der Wirtschaftskrise zu einem grossen Problem für American Express entwickelt. Anders als die Wettbewerber Visa und Mastercard muss das Unternehmen platzende Rechnungen selbst verkraften. Bei den zwei Rivalen liegt das Risiko bei den Partnern, die die Karten ausgeben. Das sind zumeist Banken, aber auch Fluggesellschaften oder Autoverleiher.

In der Wirtschaftskrise hatten viele Firmen ihre Ausgaben drastisch zurückgefahren und Geschäftsreisen eingeschränkt. Auch Privatleute übten sich in Verzicht. Nun verbesserten sich die Erträge um 7 Prozent auf 7 Milliarden Dollar. Auch Visa und Mastercard hatten zuletzt über gute Geschäfte berichtet. Ihre Zahlen für das erste Quartal legen sie Anfang Mai vor.

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Alle drei Anbieter stellen ihr Geschäft derzeit auf eine breitere Basis. American Express übernimmt für eine halbe Milliarde Euro das Bonusprogramm Payback. Bei Payback können Konsumenten in teilnehmenden Geschäften und Onlineshops Punkte für jeden Einkauf sammeln und diese dann in Prämien eintauschen.

(tno/cms/sda)