Für den Ausbau und Zusammenschluss der Skigebiete von Andermatt UR und Sedrun GR scheint eine Lösung gefunden worden zu sein. Der ägyptische Investor Samih Sawiris will die beiden Sportbahngesellschaften übernehmen. Die Verwaltungsräte beider Bergbahnen hätten positiv auf das Angebot reagiert, heisst es in einer Mitteilung von Andermatt Swiss Alps (ASA).

Angestrebt werde eine Mehrheit von mindestens 67 Prozent. Diese soll dann von der ASA-Tochter Andermatt-Surselva Sport AG gehalten werden. Über diese Tochtergesellschaft hält ASA bereits 16 Prozent der Aktien der Andermatter Sportbahnen und 10 Prozent der Sedruner Bergbahnen.

Die Angebote seien eine Kombination aus Tausch- und Kaufmöglichkeiten. Eine Aktie der Andermatter Sportbahnen könne gegen eine Aktie der ASA-Tochter getauscht werden. Von Grossaktionären mit einem Anteil über 1 Prozent werde mindestens ein Tausch von 50 Prozent ihrer Anteile gewünscht. Aktionäre, die nicht tauschen wollten, könnten ihre Aktien für 20 Franken an die ASA-Tochter verkaufen. Derweil könne eine Aktie der Sedruner Bergbahnen gegen 15,49 Aktien der ASA-Tochter getauscht oder für 140 Franken angedient werden.

Hürden für die Entwicklung genommen

«Dieses Angebot ist sehr fair und ich freue mich, wenn möglichst viele Aktionäre von der Umtauschmöglichkeit Gebrauch machen», wird Samih Sawiris, Präsident des Verwaltungsrates von Orascom Development in der Mitteilung zitiert. «Damit werden die wesentlichen Hürden genommen und die Voraussetzungen für die Entwicklung der Skiarena Andermatt-Sedrun geschaffen.»

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Da die Sedruner Bergbahnen derzeit zu 51 Prozent der Gemeinde Tujetsch/Sedrun gehören, müssen hier die Stimmbürger voraussichtlich am 1. Juli entscheiden.

Die Frist für die Andienung oder den Tausch werde im Mai beginnen und dauere etwa zwei Monate. Danach erfolge eine Kapitalerhöhung der Andermatt-Surselva Sport AG sowie die Wahl bzw. Konstitution von deren Organe.

Nach Abschluss der Übernahmen sei am Oberalp eine Verbindung der Skigebiete Andermatt und Sedrun durch verschiedene Massnahmen wie die Erneuerung verschiedener Bahnen geplant. Auch am Gemsstock seien Erneuerungen sowie Beschneiungsanlagen geplant. Derzeit liefen mit den Umweltorganisationen und anderen Einsprechern Verhandlungen. Baubeginn sei voraussichtlich Frühjahr 2013.

(vst/laf/awp)