Der Verwaltungsrat der im Bereich Solarenergie tätigen Edisun Power Europe hält an seiner Kostensenkungsstrategie fest. Die von einer Aktionärsgruppe alternativ vorgeschlagene Wachstumsstrategie sei zu risikoreich, trotzdem soll die Idee auf deren Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Daher wird Hans Nef als Vertreter der besagten Aktionärsgruppe zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Die ausserordentliche Generalversammlung findet am 28. August 2014 statt.

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Edisun Power hatte sich im Februar 2013 ein umfassendes Kostensparprogramm verordnet und ein Jahr später den Rückzug von der Schweizer Börse angekündigt. Dem trat Anfang Mai an der ordentlichen Generalversammlung eine Aktionärsgruppe um Hansjürg Leibundgut und Hans Nef entgegen, die dem Unternehmen eine Wachstumsstrategie verschreiben möchten und sich für den Verbleib an der SIX Swiss Exchange aussprechen.

Geschäftsidee soll geprüft werden

Konkret fordern die beiden, dass die Geschäftsidee «ZESI/ZE-2sol» geprüft werden soll. Dieses ist ein «System zur Bereitstellung thermischer Leistung für Gebäude ohne den Prozess der Verbrennung», wie aus einer Präsentation des ETH-Gebäudetechnik-Professors Hansjürg Leibundgut hervorgeht - zu finden auf der Website des Instituts für Technologie in der Architektur der ETH Zürich.

Der Verwaltungsrat der Edisun Power Europe stuft die neue Geschäftsidee aber als zu risikoreich ein, wie er mitteilt. Das Unternehmen verfüge zurzeit nicht über die finanziellen und personellen Ressourcen, um ein System, das sich noch in der Pilotphase befinde, zur Marktreife zu führen. Man sei aber bereit, die Idee vertieft zu prüfen.

Neue Leute im Verwaltungsrat

Daher schlage man vor, Hans Nef als Vertreter der Aktionärsgruppe und mittlerweile grössten Einzelaktionär in den Verwaltungsrat zu wählen. Er soll den nicht mehr kandidierenden Verwaltungsrats-Präsidenten Giatgen Peder Fontana ersetzen. Die Kandidaturen von Hansjürg Leibundgut und Elmar Ledergerber als zusätzliche Verwaltungsrat-Mitglieder würden jedoch nicht unterstützt. Die bisherigen Verwaltungsräte Martin Eberhard (neu als Präsident) und Theodor Scheidegger stünden derweil zur Wiederwahl zur Verfügung.

(sda/se)