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Notverkauf
Angezählt: Landis+Gyr ab Juni im Schaufenster

Landis+Gyr: Seit 2011 in Besitz von Toshiba. Keystone

Toshiba ist in der Krise. Das hat Auswirkungen auf die Zuger Tochter Landis+Gyr. Ab Juni wollen die Japaner eruieren, wie viel ein Veräussern der Messtechnikfirma einbringen könnte.

Veröffentlicht am 25.04.2017

Der angeschlagene japanische Industriekonzern Toshiba werde ab Juni Gebote für den Verkauf seiner Schweizer Stromzähler-Tochter Landis+Gyr einholen. Das berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Der japanische Konzern hatte Mitte April auch einen Börsengang der Messtechnikfirma mit Sitz in Zug als strategische Alternative genannt.

Als mögliche Interessenten werden der japanische Wettbewerber Hitachi und andere japanische Firmen gesehen. Auch Buyout-Firmen wie etwa Carlyle, Cinven, Advent oder Blackstone werden als mögliche Zielgruppe für einen Verkauf gehandelt. Laut einem Bericht von Bloomberg haben CVC Capital Partners zusammen mit Hitachi ein gemeinsames Gebot erarbeitet.

UBS an Bord

Bereits im März hiess es in Medienberichten, Toshiba habe die UBS damit beauftragt, einen Verkauf oder einen Börsengang der Stromzähler-Tochter zu prüfen. Das Volumen bei einem Verkauf wird auf bis zu 2 Milliarden Dollar geschätzt. Die Zuger Traditionsfirma beschäftigt rund 5700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Toshiba hatte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres einen massiven Verlust ausgewiesen und die US-Atomsparte Westinghouse Electric in die Insolvenz geschickt. Auch die Speicherchipsparte wurde abgespalten und steht offenbar zum Verkauf.

(sda/ise/chb)

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