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Anlageerfolg bringt Mobiliar mehr Gewinn

Mobiliar: Die Versicherung hat 2016 mehr Gewinn erzielt. Keystone

Den höheren Gewinn im Jahr 2016 verdankt die Mobiliar dem erfreulichen Anlageergebnis. Doch auch im Kerngeschäft verbucht der Versicherungskonzern Erfolge.

Veröffentlicht am 06.04.2017

Den höheren Gewinn im Jahr 2016 verdankt die Mobiliar dem erfreulichen Anlageergebnis. Auch im Kerngeschäft verbucht der Versicherungskonzern Erfolge. Seine Prämienvoluminen wuchsen stärker als der Markt.

Letztlich waren es die Buchgewinne ihrer 16 Tonnen Goldbarren, die der Mobiliar zum erfreulichen Finanzergebnis von 373,5 Millionen Franken verhalfen - gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 59 Prozent.

«Über Markt gewachsen»

Nach einem Gewinneinbruch im Vorjahr stieg der Konzerngewinn um 14,5 Prozent auf 439,5 Millionen Franken. Da liessen sich auch die Kosten von 3 Millionen Franken, die die Negativzinsen verursachten, verschmerzen.

Auch mit dem operativen Ergebnis ist Konzernchef Markus Hongler sehr zufrieden. «Wir sind massiv über dem Markt gewachsen», sagte er bei der Bilanzpräsentation. Das Prämienvolumen in der Hauptsparte Nicht-Leben legte um 3,1 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken zu, während das Marktwachstum laut dem Schweizerischem Versicherungsverband SSV bei 1,1 Prozent lag.

Erdbeben- und Cyberschutzversicherung

Um in einem gesättigten Markt zu wachsen, hat die Mobiliar neue Produkte entwickelt. Die im Oktober lancierte Erdbebenversicherung verbuchte Ende Jahr bereits 5000 Kunden. Die nächsten zwei Wochen bringt Mobiliar eine Cyberschutz-Versicherung für Privatkunden auf den Markt.

Die für Versicherungen wichtige Kennzahl Combined Ratio, die das Verhältnis zwischen Schadenleistungen und administrativen Aufwand zum Prämienvolumen zeigt, verschlechterte sich von 88,7 auf 88,9 Prozent.

In der Lebensversicherung erhöhten sich die Einnahmen um 3,6 Prozent auf 803 Millionen Franken. Mit 10 Prozent überdurchschnittlich gewachsen ist das Geschäft der privaten Vorsorge mit wiederkehrenden Prämien. Gesunken sind hingegen in der beruflichen Vorsorge die Volumina der wiederkehrenden Kollektivlebenprämien. Die Aufwendungen für Tod und Invalidität fielen in der privaten sowie der beruflichen Vorsorge tiefer aus.

Zuschuss an Pensionskasse

Der Deckungsgrad der Vorsorgeeinrichtungen liegt laut Hongler bei komfortablen 105 bis 110 Prozent. Damit in der eigenen Vorsorgeeinrichtung die Rentner angesichts des Tiefzinsumfelds nicht von den Aktiven quersubventioniert werden müssen, hat Mobiliar einen patronalen Zuschuss von 72 Millionen Franken an ihre Pensionskasse geleistet.

Die Kunden sollen vom Geschäftserfolg profitieren. Dafür wendet die genossenschaftlich organisierte Mobiliar 155 Millionen Franken auf. Ab Mitte 2017 werden die Prämien der Haushalt- und Gebäudeversicherungen um 20 Prozent vergünstigt. Nach den Ausschüttungen liegt die Eigenkapitalquote bei 9,6 Prozent (2015: 9,4 Prozent).

Im laufenden Jahr will CEO Hongler weitere Marktanteile gewinnen. Ein weiteres Ziel: Mit Hilfe von Beteiligungen und Übernahmen von Firmen wie Trianon AG und Scout24 soll das Digitalgeschäft künftig 10 Prozent zum Gewinn beisteuern.

(sda/chb)

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