Der Fonds

Seit dem 23. Januar bietet Merrill Lynch den bisherigen Global Short-Term Fund (Euro) mit dem neuen Namen Short Duration Bond Fund (Euro) und neuer Anlagestrategie an. Diese sieht die Investition von mindestens 70% des Fondsvermögens innerhalb der Eurozone vor, wobei Anlagen in anderen Währungen gegen Euro abgesichert werden. Die neue Anlagepolitik des thesaurierenden Fonds zielt auf «grösstmögliche Erträge» bei Minimierung der Volatilität durch die Investition von mindestens 90% des Anlagevermögens in erstklassige Staatsanleihen. Diese haben zum Zeitpunkt des Erwerbs eine Duration von einem bis fünf Jahre. Dabei sorgt ein flexibles Management für eine durchschnittliche Duration, die in der Regel nicht höher als 2 1/2 Jahre ist. Neuer Vergleichsindex ist der Citi EMU Government Bond 1­3 years.

Tipp: Die fast nur im Triple-A-Bereich angesiedelten Anlagen sorgen für ein Höchstmass an Bonität. Die kurzen Durationen schützen zudem vor allzu bösen Überraschungen bei Zinssatzerhöhungen. (jw)

Der Fonds hat die Valorennummer 995903. Die Managementgebühr beträgt 1%.


Der Trend

Engagements in Anleihen der besten Qualität bieten den Vorteil hoher Sicherheit. Natürlich müssen die Anleger entsprechende Abstriche bei der Rendite machen. Doch auch auf qualitativ guten Bonds kann man Kursverluste erleiden. So laufen Obligationäre in Tiefzins-Phasen immer Gefahr, dass die Kurse wegen steigender Zinssätze einbrechen. Mit Kurzläufern ist man von einem Zinsanstieg weniger stark betroffen.

Noch scheinen wir zwar nicht vor einer Zinswende zu stehen. Auch wenn Washington neuerdings mit dem Zaunpfahl winkt, dürften allfällige Erhöhungen in einem Wahljahr zaghaft bleiben. Die Eurozinsen werden in nächster Zeit ohnehin nicht steigen. Solange der Euro stark bleibt, ist Teuerung auf dem alten Kontinent kein Thema. Und der politische Druck, die Zinsen zu senken, wird aufrechterhalten. Das ist aber nur eine Momentaufnahme. Die Weltkonjunktur zieht endlich an und wird ­ hoffentlich ­ weiter Boden gutmachen. Dann werden die Zinsen wohl oder übel wieder steigen. Da sind es nicht nur die Analysten von Merrill Lynch, die dazu raten, Euroemissionen höher zu gewichten als amerikanische und Kurzläufer höher als Langläufer. (jw)

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