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Anleger belohnen Ergebnis von DKSH

DKSH-Konzernsitz: Umsatzrekord für den Händler mit Schwerpunkt Asien. Keystone

Handelskonzern DKSH meldet einen neuen Umsatzrekord. Obwohl der Gewinn geschrumpft ist, reagieren die Anleger darauf positiv und kaufen das Papier des Unternehmens.

Veröffentlicht am 26.02.2015

Die Aktien des Asienhändlers DKSH notieren nach der Vorlage der Jahreszahlen klar im Plus. Die Resultate 2014 sind zwar im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Analysten loben aber die neue Ausschüttungspolitik. Ausserdem wird der Ausblick als ermutigend bezeichnet.

Die DKSH-Papiere notierten gegen 10.15 Uhr 1,2 Prozent im Plus. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI gab bis dahin minim um 0,1 Prozent nach. Das bis dahin gehandelte Volumen von DKSH-Papieren war allerdings unauffällig. Die Aktie hatte nach dem Frankenschock wie viele andere stark an Wert eingebüsst, dieses Minus jedoch in der Zwischenzeit wieder mehr als wettgemacht.

Mehr Umsatz, weniger Gewinn

DKSH hat 2014 einen leicht höheren Umsatz, aber weniger Gewinn erwirtschaftet. Konkret stieg der Umsatz um 2,7 Prozent auf 9,82 Milliarden Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt. Währungseffekte wirkten dabei stark dämpfend: Zu konstanten Wechselkursen hätte das Plus 7,1 Prozent betragen, wie es in der Mitteilung des Zürcher Konzerns heisst, der andere Unternehmen bei ihrer Expansion nach Asien unterstützt.

Weniger positiv sehen die Kennzahlen weiter unten in der Erfolgsrechnung aus. So nahm der bereinigte EBIT um 3,4 Prozent auf 272,7 Millionen Franken und der Gewinn nach Steuern um 8,7 Prozent auf 195,5 Millionen Franken ab. In diesen Kennzahlen sind einmalige Effekte (u.a. ein Immobilienverkauf) herausgerechnet, die sich im Vorjahr positiv ausgewirkt hatten. Inklusive dieser Sondereffekte wäre das Minus bei diesen Kennzahlen noch markanter (-12 Prozent und -19 Prozent) ausgefallen.

Unruhen in Hongkong umschifft

Analysten zeigen sich in ersten Reaktionen vom Zahlenset 2014 nicht überrascht. Es sei im Rahmen der Markterwartungen ausgefallen, schreibt Pascal Furger von Vontobel. Er lobt dabei vor allem, dass die zugrunde liegende Profitabilität trotz der politischen Situation in Thailand, dem schwachen Yen und den Unruhen in Hongkong nicht gelitten habe.

Rory McKenzie von der UBS lobt die Verbesserungen im Konsumgütergeschäft im zweiten Halbjahr, die trotz des schwachen Umfelds in Thailand und im Luxusbereich erzielt worden seien. Marco Strittmatter von der ZKB kritisiert hingegen den Bereich Technologie, der «weiter nicht richtig vom Fleck» komme.

(sda/me/ama)

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