Der Allianz-Tochter Pimco sind im Januar vom wichtigsten Fonds Total Return erneut Investoren abgesprungen. Die Anleger zogen 3,5 Milliarden Dollar ab, wie veröffentlichte Daten des Analyseunternehmens Morningstar ergaben. Es war der neunte Monat in Folge, in dem der von Investmentlegende Bill Gross verwaltete Anleihenfonds Geldabflüsse verkraften musste. Im vergangenen Jahr waren es wegen der vergleichsweise schwachen Leistung 41,1 Milliarden Dollar. Im Januar blieb das Gesamtvolumen mit 237 Milliarden Dollar etwa gleich, weil mit den Anlagen ein Plus von 1,35 Prozent erzielt wurde.

Nachfolge bleibt unsicher

Insgesamt verwaltet Pimco ein Vermögen von 1,92 Billionen Dollar und ist eine der wichtigsten Stützen im Allianz-Konzern. Das kalifornische Unternehmen ordnet gerade sein Management neu, weil sich der bisher als Nachfolger von Gross gehandelte Pimco-Chef und Co-Chefinvestor Mohamed El-Erian überraschend zurückzieht. Sein für Mitte März geplanter Rücktritt schlug hohe Wellen. Der als alleiniger Chefinvestor verbliebene Gross ernannte inzwischen sechs Manager als Stellvertreter, die ihn später beerben könnten.

(reuters/dbe)