Alles – vor allem auf den Chef-etagen – spricht immer davon, Prozesse und Systeme zu optimieren. Industriell nennt sich dies Automatisierung. Die Maschinen sollen die Menschen nicht primär ersetzen, sondern ihnen die Arbeit erleichtern.

«Dank der Automatisierung können immer komplexere Abläufe von Maschinen übernommen werden», sagt Max Felser, Präsident von Profibus Schweiz. Der Begriff Profibus steht einerseits für die global führende Automatisierungstechnik, andererseits für die internationale Dachorganisation.

Die Anfänge der Automatisierung gehen gemäss Felser zurück auf die industrielle Revolution, wo ab dem späten 18. Jahrhundert Handarbeit immer mehr durch Maschinenarbeit ersetzt wurde. Zuerst waren das rein mechanische Geräte. «Seit rund 50 Jahren werden sie mit Hilfe von Elektrotechnik und in jüngster Vergangenheit auch Informatik ständig weiterentwickelt und verbessert.»

Der nächste Quantensprung steht bereits an. Felser erklärt: «Wir sind in einer wichtigen Entwicklungsphase.» Bisher sei die Intelligenz, die einen Prozess lenkte, nur in einem zentralen Steuerungsgerät vorhanden gewesen. «Mit der flächendeckenden Einführung von Mikroprozessoren wird diese Intelligenz quasi dezentral auf alle einzelnen Teilkomponenten einer Automatisierungsinstallation übertragen.»

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Die Geräte wiederum würden vernetzt und tauschten Informationen aus. Dadurch werde die Automatisierung echtzeitfähig. Die Idee dahinter ist laut Felser eine einzige Technologie. Ihm zufolge bringt dies unzählige Vorteile: «Eine Maschine muss zum Beispiel nicht mehr periodisch von einem Mitarbeiter gewartet werden, sondern kommuniziert selbst, wenn eine Wartung fällig wird.» Das ermögliche neue Einsparungspotenziale.

Die hiesige Wirtschaft ist, so Felser, noch am Ball: «Dank der Automatisierung sind wir in der Schweiz heute noch in der Lage, Produkte zu fertigen sowie Dienstleistungen zu erbringen.» Es gebe sogar Firmen, die ihre Produktionsstandorte vom Ausland zurück in die Schweiz verlegt hätten, weil sie nur hier dank der weit entwickelten Automatisierung die gewünschte Qualität ihrer Produkte sicherstellen könnten.

Der Präsident von Profibus Schweiz möchte dafür sorgen, dass hierzulande der Anschluss nicht verpasst wird: «Wir sind bestrebt, die Vorteile der Automatisierung auf allen Ebenen bekannt zu machen. Das Ziel ist es, Entscheidungsträger aus der Wirtschaft für das Thema zu interessieren und so eine wachsende Nachfrage zu generieren.» Denn: «Ohne Automatisierung würde die Wirtschaft nicht funktionieren.»