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«Anzahl Pensionskassen könnte sich halbieren»

Das Massensterben in der Pensionskassenlandschaft geht unvermindert weiter: So hat laut Hans-Jakob Stahel von Swiss Life die Anzahl Kassen in den letzten zehn Jahren von deutlich über 3000 auf etwas ü

Von Urs Aeberli
am 09.11.2011

In der Schweizer Pensionskassenlandschaft geht das Massensterben weiter. Im Zuge der Konsolidierung hat die Zahl der Vorsorgeeinrichtungen der beruflichen Vorsorge in den letzten zehn Jahren von deutlich über 3000 auf etwas über 2000 abgenommen.

«Die Zahl mag längerfristig auf 1500 oder gar 1000 sinken», erklärt Hans-Jakob Stahel, Leiter Unternehmenskunden bei der Swiss Life, im Interview mit der «Handelszeitung». Es werde zwar immer Unternehmen geben, die eine firmeneigene Pensionskasse wollen und sich das auch etwas kosten lassen, so Stahel. Doch der administrative Aufwand dafür nehme immer mehr zu, und gleichzeitig steige auch der Druck durch sinkende Anlageerträge.
 
Immer weniger KMU-Betriebe wollen im Rahmen einer autonomen Pensionskassenlösung das Anlagerisiko selber tragen. Daher beobachtet Stahel: «Generell scheint die Nachfrage nach autonomen Lösungen ab- und jene nach dem Anschluss an eine Versicherungslösung zuzunehmen.» Aber ausgerechnet jetzt, wo das schlechte Anlageumfeld den Wechsel in die Versicherungslösung interessant machen würde, ist dieser Wechsel massiv erschwert. «Viele autonome Kassen befinden sich wegen Anlageverlusten in Unterdeckung, und die Versicherten können nicht ihr gesamtes Vorsorgekapital mitnehmen», erklärt Stahel.

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.

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