Ein stark laufendes Werbegeschäft füllt dem Internet-Urgestein AOL die Kasse. Im dritten Quartal konnte das Unternehmen einen Gewinn von 20,8 Millionen Dollar verbuchen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 2,6 Millionen Dollar aufgelaufen war. Die Geschäftszahlen gab AOL am Sitz in New York bekannt.

Die Einnahmen aus Werbung waren um 7 Prozent gestiegen - und konnten damit die rückläufigen Abo-Erlöse auffangen. Der Gesamtumsatz stagnierte bei knapp 532 Millionen Dollar. Der höhere Gewinn kam durch Einsparungen zustande. Firmenchef Tim Armstrong baut AOL zu einem Inhalteanbieter um.

AOL war mit Internetzugängen gross geworden. Seitdem die Telekomkonzerne und Kabelanbieter dieses Geschäft jedoch selbst betreiben, hat sich AOL auf Werbung im Umfeld von Medieninhalten verlegt. Armstrong kaufte für 315 Millionen Dollar die US-Onlinezeitung «Huffington Post». Auch die Technologieblogs «Engadget» und «TechCrunch» gehören zu AOL.

(vst/tno/awp)