Die Werbevermarkterin APG hat trotz eingebrochener Einnahmen im Ausland deutlich mehr verdient. Der Konzerngewinn kletterte 2012 um 21,1 Prozent auf 52 Millionen Franken. Entscheidenden Einfluss hat dabei die Umstellung der Pensionskasse auf das Beitragsprimat.

Die Systemumstellung begünstigte den Gewinn um 28,8 Millionen Franken, wie APG mitteilte. Der Umsatz stieg um 1,9 Prozent auf 317,6 Millionen Franken. Einem Wachstum um 5,9 Prozent in der Schweiz steht im Ausland ein Einbruch um 34,2 Prozent auf noch 20,5 Millionen Franken gegenüber.

APG ist mit der Auslandexpansion gescheitert und war zuletzt noch in Serbien, Montenegro und Rumänien aktiv. Vor kurzem sei es gelungen, die Gesellschaft in Montenegro zu verkaufen, heisst es im Aktionärsbrief.

In Serbien sei sämtlicher Goodwill und ein Teil der Verträge abgeschrieben worden. Der angestrebte Verkauf der Gesellschaften in Rumänien konnte noch nicht realisiert werden. Der Heimmarkt Schweiz habe sich dagegen sehr positiv entwickelt, hiess es weiter.

Der Verwaltungsrat will die Dividende von 7 Franken pro Aktie im Vorjahr auf 10 Franken erhöhen. Die Aktionäre sollen von der «erfolgreichen Bereinigung der Problemfelder im Ausland» profitieren und für ihre Unterstützung in dieser schwierigen Phase honoriert werden.

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Eine konkrete Prognose für das Geschäftsjahr 2013 gibt APG nicht ab. Die Firmenführung zeigt sich zuversichtlich, eine im Marktvergleich überzeugende Leistung zu erzielen.

(chb/aho/sda)