1. Home
  2. Unternehmen
  3. APG verdient 2017 weniger Geld

Werbevermarktung
APG verdient 2017 weniger Geld

APG
APG: Weniger Umsatz und weniger Gewinn.Quelle: Keystone

Die Werbevermarkterin hat 2017 in der Schweiz einen Umsatzrückgang erlitten. Besser lief es dagegen in Serrbien.

Veröffentlicht am 28.02.2018

Die Werbevermarkterin APG hat 2017 aufgrund eines reduzierten Werbeinventars in der Schweiz einen Umsatzrückgang erlitten. Während die Verkaufserlöse im Heimmarkt um 5,1 Prozent sanken, stiegen die Erlöse in Serbien um 5,9 Prozent.

Insgesamt ging der Umsatz der in der Schweiz führenden Aussenwerbe-Gruppe 2017 um 4,7 Prozent auf 300,7 Millionen Franken zurück, wie APG am Mittwoch mitteilte.

Weniger Gewinn

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 präsentieren sich die Gewinnzahlen 2017 deutlich schlechter. Dafür verantwortlich ist allerdings ein einmaliger Ertrag von 22,6 Millionen Franken, der 2016 aus einem Liegenschaftsverkauf resultiert hatte.

Der ausgewiesene Betriebsgewinn (Ebit) sank im vergangenen Jahr um 31 Prozent auf 61,3 Millionen Franken. Bereinigt um den Liegenschaftsverkauf wäre der Ebit um 7,5 Prozent zurückgegangen. Der Reingewinn ging um 28 Prozent auf 50,7 Millionen Franken zurück. Bereinigt hätte hier ein Minus von 3,5 Prozent resultiert.

Ausschreibungen gewonnen

Das vergangene Jahr könne wiederum als erfolgreich bezeichnet werden, kommentierte APG im Aktionärsbrief. Zwar lägen die Verkaufserlöse aufgrund nicht erneuerter Konzessionsverträge in der Schweiz unter jenen des Vorjahres. Auf dem weitergeführten Portfolio sei jedoch eine positive Umsatzentwicklung erreicht worden. Ausserdem seien wichtige Ausschreibungen gewonnen worden.

Die Aktionäre erhalten wie im Vorjahr eine Dividende von insgesamt 24 Franken. Diese beinhaltet wie im Vorjahr eine ordentliche Dividende von 12 Franken sowie eine Sonderdividende von ebenfalls 12 Franken. Der Verwaltungsrat sei der Auffassung, dass aufgrund des Jahresabschlusses wiederum eine Verdoppelung der Dividende gerechtfertigt sei, heisst es in der Mitteilung.

Rückgang in der Schweiz

Im Heimmarkt Schweiz beliefen sich die Verkaufserlöse auf 288,1 Millionen Franken. Den Rückgang führt APG vor allem auf drei nicht erneuerte Konzessionsverträge mit den Verkehrsbetrieben Zürich VBZ sowie den Städten Luzern und Genf zurück. Bereinigt um diese Inventarreduktion wären die Verkaufserlöse in der Schweiz um 1,4 Prozent gewachsen, schreibt APG.

Insbesondere die Entwicklung der Verkaufserlöse bei den digitalen und den grossformatigen Angeboten sei positiv gewesen. Die Umsatzanteile von national und regional Werbetreibenden seien nach wie vor ausgeglichen. Die meisten Branchen entwickelten sich erfreulich.

Neben der Schweiz ist APG im Ausland nur noch in Serbien aktiv. Dort erhöhte sich der Umsatz dank verbesserter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf 12,6 Millionen Franken. Skaleneffekte und Prozessoptimierungen hätten zudem zu einer bedeutenden Erhöhung der Margen geführt. APG sei mit Alma Quattro im serbischen Markt ausgezeichnet positioniert.

Ausblick allgemein gehalten

Der Ausblick auf das laufende Jahr ist sehr allgemein gehalten. Mit den im Berichtsjahr erreichten Vertragsgewinnen, etwa dem erneuerten SBB-Vertrag, dem Ausbau von Technologie sowie weiteren Initiativen sei das Fundament für eine weiterhin positive Entwicklung gelegt. APG sei fest entschlossen, 2018 die Marktstellung zu sichern und die Rolle als Innovationsleader weiter aktiv unter Beweis zu stellen.

(sda/gku)

Anzeige