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Kooperation
Apple beisst bei Schweizer Luxuskonzernen auf Granit

Der Tech-Gigant sucht für seine iWatch Schweizer Know-How. Doch das Interesse scheint begrenzt: Nach Hublot erteilt nun eine weitere grosse eidgenössische Uhrenmanufaktur Apple eine Absage.

Von Mathias Ohanian und Dominic Benz
am 13.03.2014

In seinen Labors im kalifornischen Cupertino tüftelt Apple an der sagenumwobenen iWatch. Techfans rund um den Globus warten gespannt darauf, wann die intelligente Uhr endlich auf den Markt kommt. Für den amerikanischen Konzern könnte der Zeitmesser das nächste grosse Ding und zu einem weiteren Verkaufsschlager werden. Denn egal ob iPhone oder iPad – fast alles, was der Tech-Gigant in den vergangenen Jahren anpackte, spülte viel Geld in die Kassen.

Entsprechend scharf sind Unternehmen auf Kooperationen mit dem amerikanischen Giganten – müsste man eigentlich meinen. Doch weit gefehlt: Gegenüber «handelszeitung.ch» bekräftigte Hublot-Chef Jean-Claude Biver am gestrigen Mittwoch, dass der Schweizer Hersteller von Luxusuhren nicht an einer Zusammenarbeit mit Apple interessiert sei. «Wir haben keine Pläne mit Apple», so Biver.

Patek Philippe: «Kein Interesse an einer Kooperation mit Apple»

Ein Grund dafür scheint die wahrgenommene Diskrepanz zwischen den Produkten von Hublot und Apple. Die Luxusuhren von Hublot leben von ihrem Image der Exklusivität. Mit der 5-Millionen-Uhr hält der Genfer Konzern den Rekord für die teuerste Uhr der Welt. Uhren von Hublot seien für ihre Langlebigkeit über Jahrzehnte bekannt, sagte Biver dem Magazin «PME», «während die Produkte von Apple bereits nach wenigen Jahren obsolet werden.»

Damit stellt Hublot in der Schweiz keinen Einzelfall dar: Andere Luxuskonzerne geben sich ebenfalls sehr zurückhaltend. Richemont etwa möchte auf Nachfrage zu einer möglichen Kooperation mit Apple nicht Stellung beziehen. Cartier teilt mit, dass es keine Kollaboration mit Apple gebe.

Deutlicher wird die Schweizer Uhrenmanufaktur Patek Philippe, gemessen am Markenwert von 1'534 Millionen Franken immerhin die Nummer vier am Schweizer Markt: «Patek Philippe legt grossen Wert auf ihre Unabhängigkeit», heisst es dort. Der Konzern gehe grundsätzlich keine Partnerschaften ein: «Also besteht kein Interesse an einer Kooperation mit Apple».

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