Apple wirbt verstärkt in Europa um junge App-Entwickler für seine iPhones und iPads. Der US-Computergigant baut in Italien sein erstes Entwickler-Zentrum in Europa auf.

Dort werde man Studenten praktische Fähigkeiten vermitteln und sie bei der Entwicklung von Apps für das hauseigene Mobil-Betriebssystem iOS unterstützen, gab Apple am Donnerstag bekannt. Das Zentrum werde zusammen mit einem lokalen Partner in Neapel angesiedelt, Apple wolle das Programm in der Zukunft auf andere Länder weltweit ausweiten.

Apple: Der Job-Schaffer

Das «beispiellose Wachstum» des App Stores habe Entwicklern in Europa dabei geholfen, über 10,2 Milliarden Euro durch den weltweiten App Verkauf zu verdienen, betonte Apple. In Italien könnten über 75’000 Arbeitsplätze dem App Store zugerechnet werden, schreibt die Firma weiter. In der Schweiz sollen es 28'500 sein, europaweit sogar 1,4 Millionen. Grundlage der Schätzung ist eine Studie des «Progressive Policy Institute» in Washington.

Diese Zahl, so Apple im Communiqué vom Donnerstag, «enthält die 1,2 Millionen Arbeitsplätze, die der Community der App Entwickler, Softwareingenieure und Unternehmern, die Apps für iOS entwickeln, zugeordnet werden können, ebenso wie die Nicht-IT-Jobs, die direkt und indirekt durch die App Economy entstehen».

iOS als lukrativere Plattform

Im Wettstreit der Smartphone-Ökosysteme mit Android von Google gilt iOS trotz des geringeren Marktanteils nach wie vor als die lukrativere Plattform – das Geld für Apps sitzt bei Käufern der teureren iPhones oft lockerer. Aber Android holte in den vergangenen Jahren deutlich auf und stellt ausserdem das System auf 80 Prozent der verkauften Smartphones.

(awp/ise/ama)