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Apple: Grossangriff im Streaming-Markt steht bevor

WWDC 2013: Apple muss sich bis Montag mit Musiklabels einigen. Keystone

Der iPhone-Hersteller wird laut einem Bericht nächste Woche seinen neuen Streamingdienst à la Spotify präsentieren. Der Service soll 10 Dollar monatlich kosten. Doch Apple läuft die Zeit davon.

Veröffentlicht am 02.06.2015

Apple steht nach einem Zeitungsbericht vor einem Grossangriff im Markt für Musik-Streaming. Der iPhone-Riese werde auf seiner Entwickler-Konferenz in der kommenden Woche aller Wahrscheinlichkeit nach ein Konkurrenz-Angebot zu Flatrate-Diensten wie Spotify vorstellen, berichtete das «Wall Street Journal» in der Nacht auf Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Der Tech-Gigant aus dem Silicon Valley, der den Online-Markt für Musik über Jahre mit seinem iTunes Store dominierte, versuche mit Macht den Übergang in die Streaming-Ära zu forcieren. Dennn während immer weniger Nutzer sich Songs und Alben gegen Geld aus dem Internet herunterladen, boomen Abo-Dienste, bei denen Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird.

10 Dollar pro Monat

Apple könne seine über iTunes aufgebaute Position nutzen, um Hunderte Millionen von Kunden, deren Kreditkarten-Daten registriert seien, zu einem Abo-Modell zu bewegen. Laut Insidern solle der neue Service 10 Dollar pro Monat kosten. Anders als Spotify, das eine werbefinanzierte Gratis-Variante anbietet, sollen bei Apple nur eine Handvoll Songs umsonst sein, heisst es in dem Bericht weiter.

Apple sei spät dran im Streaming-Geschäft und arbeite auf Hochtouren daran, die nötigen Lizenzen mit den grossen Labels wie Universal, Sony oder Warner Music auszuhandeln. Sollte es vor der Konferenz zu keiner Einigung kommen, könne die Vorstellung auch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Das sei jedoch unwahrscheinlich. Apple plane aggressive Vermarktung mit einer gross angelegten Werbekampagne.

Unterstützung von Musik-Ikonen

Apple hatte im Vorjahr für etwa drei Milliarden Dollar die Firma Beats gekauft. Das Unternehmen von Rap-Mogul Dr. Dre und dem Musik-Produzent Jimmy Iovine ist vor allem für trendige Kopfhörer bekannt, bietet aber auch schon länger eine Musik-Flatrate an. Analysten hatten von Anfang an spekuliert, dass Apple es bei der relativ teuren Übernahme vor allem darauf abgesehen haben könnte.

(awp/dbe/ama)

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