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Expansion
Apple: Mit Firmenkunden gegen Wachstumsängste

iPad: Die Verkäufe des Apple-Tablets gehen seit langem zurück.   Keystone

Apple will mehr Firmenkunden. Deshalb preschen die Kalifornier vor und bedrängen mit ihrem Buhlen um Kundschaft etablierte Anbieter. Um sich Marktanteile zu sichern, arbeiten sie mit mehreren Firmen.

Veröffentlicht am 11.11.2014

Apple buhlt nach Angaben von Insidern so aggressiv wie nie zuvor um Geschäftskunden und könnte dabei schon bald SAP und anderen Platzhirschen in die Quere kommen. Der Unterhaltungsgigant habe bereits eine spezialisierte Vertriebsmannschaft angeheuert, um potenziellen Kunden wie die Citigroup zu umwerben, berichteten der Nachrichtenagentur Reuters zwei Personen, die mit den Plänen vertraut sind.

Apple arbeite zu diesem Zweck auch bereits mit rund einem Dutzend Firmen zusammen, die sich auf die Entwicklung von Software konzentrieren. Der iPhone-Hersteller hatte sich bereits im Juli mit IBM verbündet, um seine Schlagkraft im Firmenkunden-Geschäft zu erhöhen. IBM soll iPhones und iPads mit massgeschneiderten Apps für Beschäftigte bestimmter Branchen bestücken.

Schwaches Wachstum im Privatkunden-Geschäft

Seit Bekanntgabe der Allianz hat sich Apple jedoch über sein weiteres Vorgehen weitgehend in Schweigen gehüllt. Apple will mit der Expansion in das Firmenkunden-Geschäft die Verlangsamung des Wachstums in seinem klassischen Privatkunden-Geschäft wettmachen - die iPad-Verkäufe etwa gehen seit längerem kontinuierlich zurück.

Apple arbeitet bereits mit einer Reihe von Start-Ups wie ServiceMax und PlanGrid eng zusammen, die auf Firmenkunden-Apps spezialisiert sind. Den Insidern zufolge führt der Konzern zudem bereits Gespräche mit anderen Entwicklern für mobile Anwendungen.

PlanGrid ist eine App für das Bauwesen und ServiceMax auf Servicetechniker spezialisiert und zählt etwa Procter&Gamble und Dupont zu seinen Kunden. Ein neuer Kunde von ServiceMax bestellt nach Angaben der Firma üblicherweise Tausende von iPhones und iPads.

(reuters/ise/moh)

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