Dies verdeutlicht auch die Präsentation des neuen Bezahldienstes Apple Pay. Schweizer Finanzexperten sind daher überzeugt, dass neue Technologien das Banking, wie es bisher existiert, verändern. Georges Grivas, Studien- und Projektleiter an der Hochschule Luzern, sagt im Gespräch mit der «Handelszeitung»: «Die Innovationszyklen sind heute kürzer als in Zeiten von Nokia.»

Einzelne Banken wie Postfinance und UBS zum Beispiel sehen die Veränderungen und unterziehen sich einer digitalen Transformation. Andere würden die Investitionen scheuen und erkennen die strategische Bedeutung nicht. Das könne für sie gefährlich werden. Grivas geht davon aus, dass neue Akteure einen Teil des Geschäfts für sich gewinnen werden. Das können grosse Technologieunternehmen wie Google, Apple, Facebook, Amazon sowie Telekomunternehmen sein. Zum anderen werden Startups Nischen finden. Der Wandel des Banking ist nicht auf den Zahlungsverkehr beschränkt.

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Finanzdienstleistungen in Zukunft digital

«Der grösste Teil der Finanzdienstleistungen wird in Zukunft digital und in einer engeren Interaktion mit dem Kunden angeboten», so Grivas. Er ist überzeugt, dass in allen Geschäftsfeldern neuartige Businessmodelle entstehen können: ob bei den Firmenkunden, im Private Banking, im Asset Management, dem Investment Banking.

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