Apple hat den Verkauf seines neuen iPad mini gestartet. Das Modell mit verbessertem Bildschirm und neuen Chips tauchte ohne weitere Vorankündigung in Apples Online-Stores in den USA und einigen europäischen Ländern auf.

Das grössere neue iPad Air kam bereits am 1. November auf den Markt, der Start des iPad mini war vage für November angekündigt. Apple konkurriert mit seinen neuen Modellen mit einer zunehmenden Zahl von Tablets mit dem Google -Betriebssystem Android, die laut Marktforschern inzwischen die Führung beim Absatz übernommen haben.

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Nächster Schadenersatz-Prozess von Apple und Samsung beginnt

Neben dem iPad-Mini-Verkaufsstart beginnt heute auch ein erfreuliches Kapitel für Apple vor Gericht: Das grosse Patentverfahren von Apple und Samsung in Kalifornien geht in die nächste Runde. Diesmal soll geklärt werden, wie hoch der Schadenersatz für Apple ausfällt. Im August 2012 hatte Geschworene dem iPhone-Konzern mehr als eine Milliarde Dollar zugesprochen. Die zuständige Richterin strich jedoch fast 450 Millionen davon wegen Verfahrensfehlern. Jetzt soll eine neue Summe festgelegt werden. Am Dienstagabend europäischer Zeit sollte die Auswahl der Geschworenen in San Jose beginnen.

Apple könnte mehr oder weniger als im ersten Durchlauf zugesprochen bekommen. Die Geschworenen müssen zunächst die Frage beantworten, ob die Samsung-Geräte, bei denen eine Verletzung von Apple-Patenten festgestellt worden war, die iPhone-Verkäufe beeinträchtigt hatten. Für Apple mit seinem Geldberg von fast 150 Milliarden Dollar ist die Summe fast unbedeutend. Es geht aber um einen Präzedenfall und die Position im wahrscheinlichen Berufungsverfahren.

Deutschland auch wichtiger Schauplatz des Konflikts

Apple hatte den Klage-Marathon im April 2011 gestartet und wirft Samsung vor, Technik und Design von iPhone und iPad kopiert zu haben. Samsung, der grösste Smartphone-Hersteller der Welt, weist die Anschuldigungen zurück und wirft Apple im Gegenzug die Verletzung technischer Patente vor. Deutschland ist auch ein wichtiger Schauplatz in dem Konflikt mit mehreren Prozessen.

Das Urteil von August 2012 wurde zunächst als grosser Sieg für Apple gesehen, der eine Wende in dem Patentkrieg der beiden grössten Smartphone-Hersteller bringen könnte. Doch im Nachgang konnte Apple keine Verkaufsverbote durchsetzen. Im kommenden Frühjahr soll vor dem selben Gericht ein weiterer Prozess beginnen, in dem es um weitere Patente und neuere Geräte geht.

(awp/chb)