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Bilanzzahlen
Apple steigert Gewinn und beschenkt Aktionäre

Tim Cook
Apple-Chef Tim Cook: Aktionäre erfreut über Rückkaufprogramm. Quelle: Keystone

Apple konnte seinen Ertrag nochmals beachtlich steigern. Dennoch werden die Rufe der Aktionäre lauter, Alternativen zum iPhone zu entwickeln.

Veröffentlicht am 02.05.2018

Apple stemmt sich gegen die schwindende Smartphone-Nachfrage und beschenkt seine Aktionäre. Der Überschuss kletterte im abgelaufenen Quartal um ein Viertel auf rund 13,8 Milliarden Dollar, wie der US-Konzern am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte. Das Unternehmen setzte 52,2 Millionen iPhones ab und damit drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Für den von Steve Jobs mitbegründeten Konzern wird es schwieriger, hohe Zuwächse zu erzielen, da weltweit immer mehr Menschen ein Smartphone besitzen.Um die Aktionäre bei Laune zu halten und überschüssiges Kapital nach der US-Steuerreform abzubauen, weitet die wertvollste Technologiefirma der Welt ihr Aktienrückkaufprogramm aus. Bei Anlegern kam dies gut an: Die Apple-Aktie stieg nachbörslich fast vier Prozent.

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Aktienrückkauf ausgeweitet

Im vergangenen Quartal beschleunigte der Konzern sein Tempo und kaufte Papiere im Wert von 23,5 Milliarden Dollar zurück. Dieser Schritt wird als Zeichen gewertet, dass Apple einen Grossteil seines im Ausland lagernden Vermögens in die USA zurückholen will. Die Quartalsdividende steigt den Angaben zufolge um 16 Prozent. Insgesamt will das Unternehmen aus Cupertino sein Programm zur Rückführung von Kapital um 100 Milliarden Dollar ausbauen. «Wir geben das Geld wie versprochen den Investoren zurück», sagte Finanzchef Luca Maestri der Nachrichtenagentur Reuters. Von August 2012 bis März 2018 liess Apple insgesamt 275 Milliarden Dollar an seine Aktionäre zurückfliessen. Einige Analysten hatten verstärkt gefordert, mehr in die Entwicklung neuer Produkte zu investieren, um sich breiter aufzustellen.

Apple ist stark vom iPhone abhängig. Zuletzt stand es für mehr als zwei Drittel des Umsatzes, der von Januar bis März um 16 Prozent auf 61,1 Milliarden Dollar zulegte. Erst im November brachte Apple zum zehnjährigen iPhone-Geburtstag ein neues Vorzeigemodell in den Handel, das für 1000 Dollar über den Ladentisch wandert. Die Gerüchte reissen nicht ab, wonach den Händlern das iPhone X nicht mehr wie andere neue Modelle aus den Händen gerissen wird.

Hoffnungen auf iTunes-Store und Apple Music

Firmenchef Tim Cook sagte, Apple habe das beste Quartal per Ende März hinter sich – mit starkem Umsatzwachstum bei iPhones, Dienstleistungen und Computeruhren. Vor allem auf die Dienstleistungen rund um den App- und iTunes-Store sowie den Musik-Streaming-Dienst Apple Music und das Cloud-Angebot setzt der Konzern grosse Hoffnungen. Die Umsätze in dieser Sparte lagen mit 9,1 Milliarden Dollar deutlich über den Erwartungen. Künftig will das Unternehmen, das mit Mac-Computern gross geworden ist, ähnlich wie Amazon.com und Netflix auch eigene Inhalte wie Fernsehserien produzieren, um Kunden anzulocken.

Besonderes Augenmerk legen Anleger bei Apple auf den Ausblick. Fürs laufende Quartal rechnet der Konzern mit Erlösen zwischen 51,5 Milliarden und 53,5 Milliarden Dollar. Ob die Firma aus dem Silicon Valley ihre eigenen Erwartungen übertreffen kann, dürfte auch von der Entwicklung des Handelsstreits zwischen den USA und China abhängen. Die Volksrepublik wird für Apple als Markt immer wichtiger. Erst in der vergangenen Woche war Cook mit US-Präsident Donald Trump zusammengekommen, um über das Thema zu sprechen. Finanzchef Maestri sagte: «Wir glauben, dass Zölle letztlich Steuern für den Verbraucher sind.»

(reuters/me/mlo)

Erkennen Sie es? Kuriose erste Logos von Apple und Co.

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Erkennen Sie es? Kuriose erste Logos von Apple und Co.AppleDie durchdachte Schlichtheit, die man mit der Marke Apple assoziiert, fehlte in diesem Porträt von Isaac Newton unter einem Apfelbaum gänzlich. Das Unternehmen nahm nur ein Jahr später eine Kurskorrektur vor. Heraus kam das ikonische (zunächst noch mehrfarbige) Apple-Logo. Interessanterweise entstammt die Idee für den Namen der Firma nicht von Newtons Apfel. Er kam Steve Jobs bei einem seiner Frutarier-Diäten.