Am Montagabend vermeldete CEO Tim Cook neue Rekordverkaufszahlen für das iPhone – enttäuschte aber die Anleger dennoch. Die Erwartungshaltung war noch höher: Mit einem Minus von acht Prozent wurde die Aktie in New York im gestrigen Handel regelrecht abgestraft.

Neben iPhone, iPad, Mac und iPod spielt ein Gerät bei der Zahlen-Präsentation jeweils keine Rolle: Apple TV. Die Multimediabox ermöglicht nicht nur den Online-Zugriff auf Filme, Youtube oder die eigene Fotosammlung, sondern ist auch Schnittstelle für das Streaming der Musik-Sammlung oder von anderen mobilen Anwendungen wie iPhone- oder iPad-Spielen auf die heimische Fernseh- und Musikanlage.

Bisher nur als iPod-Zubehör oder über Suchfunktion

Im Online-Shop war die Box bis dato gut versteckt – jetzt hat das 109 Franken teure Gerät mehr Aufmerksamkeit und eine eigene Einkaufsrubrik (siehe Bild). Zuvor war Apple nur als iPod-Zubehör oder über die Suchfunktion zu finden.

Die IT-Plattform «9to5Mac» geht davon aus, dass schon bald neue Hardware-Versionen anstehen sollen. So sei es denkbar, dass Apple TV mit der WLAN-Basisstation Air Port Express kombiniert werde.

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Apple hatte das inhaltliche Angebot für die Box zuletzt sukzessive ausgebaut: Nach Bloomberg, ABC und KOR-TV ist nun auch das österreichische Red-Bull-TV hinzugekommen. In den USA sind es bereits über 30 Angebote – hierzulande aus rechtlichen Gründen deutlich weniger. Trotzdem gerät die Benutzeroberfläche zunehmend unübersichtlich, weshalb auch bereits Gerüchte über eine neue, grundüberholte Software-Version für Apple TV aufgetaucht sind.