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Apple verdient Millionen dank Wechselkursgewinnen

Musikdownloads: Apple dominiert das Geschäft mit einem Marktanteil von 95 Prozent. (Bild: Keystone)

Grosser Dominator bei den Musikdownloads ist Apple mit seinem iTunes Store. Das Geschäft in der Schweiz läuft wie geschmiert - auch dank Wechselkursgewinnen.

Veröffentlicht am 27.01.2013

Im laufenden Jahr werden in der Schweiz erstmals mehr Alben und Songs als digitale Downloads gekauft als auf CD. Marktführer Apple dominiert das Geschäft mit einem Marktanteil von 95 Prozent.

Dank seiner Macht diktiert es Musiklabels harte Bedingungen. So bezahlen Musik-Käufer hierzulande die Musik in Franken, doch Apple rechnet mit Labels wie Warner, Nation und Sound Service in Euro ab – und zwar zu einem Fixpreis, dem der Wechselkurs von vor zehn Jahren zu Grunde liegt.

Wird ein Album für 17 Franken heruntergeladen, bezahlt iTunes einem Schweizer Label rund 6.45 Euro – was einst 10.65 Franken ausmachte und heute noch 8 Franken. einbringt. Den Wechselkursgewinn behält Apple für sich. Allein 2012 belief er sich auf 15 Millionen Franken, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Powerplay-Politik

Auch bei der Verteilung der Einnahmen zwingt Apple seinen Partnern seine strengen Konditionen auf. Von einem im i-Tunes-Store gekauften Album im Wert von 17.00 Franken bleiben 9.50 Franken bei Apple; Label und Vertrieb erhalten bloss 4.70 Franken und der Künstler 1.30 Franken.

Labelbetreiber kritisieren die Powerplay-Politik von Apple: Die Firma demonstriere ihre Marktmacht, sagt der Geschäftsführer einer Plattenfirma, dagegen vorgehen wolle er aber nicht. «Wenn uns iTunes rauschmeisst, sind wir ruiniert.» 

Die Sprecherin von Apple Schweiz, Andrea Brack, verzichtet auf eine Stellungnahme. Sie räumt lediglich ein, man habe die Sorgen der Schweizer Labels «zur Kenntnis genommen».

(rcv)

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