Apple hat den bisherigen Technik-Chef des Software-Spezialisten Adobe, Kevin Lynch, abgeworben. Er wird als Vizepräsident in der neuen Technologie-Gruppe von Apple-Urgestein Bob Mansfield arbeiten, wie der Konzern bekanntgab. Lynch kann Apple unter anderem beim Ausbau von Cloud-Diensten helfen: Er war bei Adobe federführend an der technischen Umsetzung des Schwenks von Verkaufssoftware hin zu Abo-Modellen mit Netzwerk-Speicher beteiligt.

Apple und Adobe haben eine wechselhafte Geschichte. In den Anfangszeiten von Apple arbeiteten die beiden Unternehmen eng zusammen. Zuletzt herrschte zwischen ihnen eine Eiszeit, nachdem Apple-Gründer Steve Jobs die Adobes Multimedia-Software Flash von den iPhones und iPads verbannte, weil sie fehleranfällig sei und die Batterielaufzeit verschlechtere. Adobe wies die Kritik zurück.

Adobe gibt sich geschlagen

In dieser Zeit nahm der heutige Apple-Manager Lynch 2009 auch an einem Parodie-Video teil, in dem ein iPhone angeblich in einem Mixer zerhäckselt, gesprengt und von einer Strassenwalze überrollt wurde. Inzwischen gab sich Adobe geschlagen und stellte die Weiterentwicklung der mobilen Flash-Variante ein.

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(se/awp)