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Apple wird zum Musikverlag

Apple Music
Apple Music unterstützt bereits heute Künstler – jetzt gilt es aber ernst. Quelle: Getty Images

Apple Music hat einen Musikverlag ins Leben gerufen: Dieser nimmt auch Künstler unter Vertrag.

Veröffentlicht am 30.05.2018

Im hart umkämpften Musikmarkt geht Apple einen Schritt weiter und gründet einen Musikverlag. Damit möchte sich der iPhone-Hersteller ein grösseres Stück vom weltweiten Musikmarkt-Kuchen abschneiden. Anstatt wie bisher nur Einnahmen aus der Plattform «Apple Music» mittels Streaming und die damit verbundenen Abos zu verdienen – so wie Spotify auch – möchte der Gigant aus dem Silicon Valley nun auch Künstler unter Vertrag nehmen, wie das Musikmagazin «Musik Business Worldwide» schreibt. 

Das Team des Musikverlags, unter der Leitung der früheren Apple Music-Geschäftsführerin Elena Segal, kümmert sich auch um A&R (Artist &Repertoire): Das bedeutet, Apple will direkt mit Komponisten zusammenarbeiten. Damit kann Apple künftig nicht nur mit fremder Musik auf der der Plattform Geld verdienen, sondern mit dem gesamten Repertoire eines Künstlers. Darunter können je nach Vertrag auch Konzerte fallen. 

Auch Streamingdienst kann Künstler betreuen

Die neue Chefin Elena Segal ist seit über zehn Jahren bei Apple und kennt sich im Musikbusiness aus. Sie hat bereits rechtliche und lizenzrechtliche Angelegenheiten für iTunes und Apple Music geklärt, als Streaming aufkam. Und sich auch um die ersten Lizenzen gekümmert, die für den Start des iTunes Store in verschiedenen Ländern erforderlich waren, wie «MBW» schreibt. 

Der Launch des Verlags ist auch einer der ersten Schritte des neuen Leiters von Apple Music, Oliver Schusser. Er ist seit April in dieser Position und ist nun von Kalifornien nach London umgezogen, von wo aus die Musikgeschäfte geleitet werden. 

Apple möchte sein Engagement im Bereich Musik mit der Verlagsgründung unterstreichen und zeigen, dass auch ein Streamingdienst Plattenlabels und Künstler betreuen kann. Ein Major wie die grossen Labels Universal oder Sony ist Apple hingegen (noch) nicht. 

(tdr)

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