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Apple WWDC: Die Spannung steigt

Am Abend eröffnet Apple-Chef Tim Cook die jährliche Entwicklerkonferenz WWDC. Die Gerüchteküche brodelt - praktisch der gesamten Hardware-Palette wird eine Aktualisierung zugetraut. Was bereits sicher

Von Reto Vasella
am 10.06.2012

Das Moscone Center West in San Francisco ist in dieser Woche das uneingeschränkte Epizentrum der Apple-Welt: An der alljährlichen Worldwide Developers Conference (WWDC) werden die neusten Produkte aus dem Apple-Universum vorgestellt.

Als Entwicklerkonferenz liegt der Schwerpunkt naturgemäss auf der Software, konkret auf Apples neuem Betriebssystem Mac OS  X Mountain Lion und dem mobilen Betriebssystem iOS.

Die iPhones und iPads sind die grossen Cash-Cows des Konzerns. Deshalb geniesst die Weiterentwicklung und Pflege des ihnen zugrunde liegenden Betriebssystems iOS wohl auch höchste Priorität. Zudem will Apple - zumindest nach eigener Einschätzung - seinem grossen Konkurrenten Android stets einen Schritt voraus sein.

iOS 6 als sicherer Wert

Als sicher gilt, dass die neue Version iOS 6 präsentiert wird - mehr aber nicht. So wurde im Vorfeld bei den Aufbauarbeiten bereits ein grosses Werbebanner entdeckt und natürlich fotografiert. Mit dem Zusatz als «weltweit fortschrittlichstes mobiles Betriebssystem» verbreitete sich das Bild mit Lichtgeschwindigkeit über die ganze Welt. iOS 6 dürfte wohl den grössten Teil der Präsentation einnehmen, mit all den neuen Features und Weiterentwicklungen.

Üblicherweise erhalten die iPhone- und iPad App-Entwickler davon noch am selben Tag eine Beta-Version zum runterladen. Die «normalen» Benutzer werden sich wohl bis im Frühherbst gedulden müssen - zu jenem Zeitpunkt dürfte dann mit grosser Wahrscheinlichkeit das neue iPhone erscheinen.

Konkurrenz zu Google verschärft sich weiter

Inhaltlich ist von iOS 6 noch wenig bekannt. Die grösste Neuigkeit im iOS 6 dürfte das Fehlen von Googles Kartenservice Maps sein. Apple wird diesen wohl durch einen eigenen Dienst ersetzen. Die neuen iOS-Maps sollen vor allem mit einer beeindruckenden 3D-Darstellung punkten, hierfür hat Apple schon vor einiger Zeit die Firma C3-Technologies übernommen.

Google hat vergangene Woche mit einer eiligst einberufenen Präsentation schon mal prophylaktisch darauf reagiert und seine neue 3D-Technologie gezeigt. Mit gemischter Resonanz. Damit wird die Konkurrenz zwischen iOS und Googles Android noch verschärft.

Weiter dürfte es zu einer tiefergreifenden Integration von Facebook ins mobile Betriebsystem kommen, ähnlich wie das bereits mit dem Kurznachrichtendienst Twitter der Fall ist. Damit könnten zm Beispiel Links oder Fotos direkt auf Facebook gepostet werden, ohne dass diese App dafür gestartet werden muss.

Ebenfalls als sicher gilt die nächste Version des Sprachassistenten Siri. Dieser dürfte dann auch auf den iPads verfügbar sein.

Neues Macbook Pro?

Im Vorfeld der WWDC sind im Internet verscheidene Teile-Nummern von über einem Dutzend Macs aufgetaucht. Falls diese echt sind, lässt sich daraus herleiten, dass Apple fast seine ganze Mac-Produkte-Palette erneuert.

So soll das Macbook Pro eine dünneres Gehäuse und ein hochauflösendes Retina-Display erhalten. Design-mässig würde es sich also am Macbook Air orientieren.

Alle Macbooks sowie der Desktop-Rechner iMac sollen mit Intels neuen Ivy Bridge Chips ausgestattet werden und über deutlich mehr Rechenleistung bei weniger Energieverbrauch verfügen. Alle Rechner dürften mit zudem mit Apples schneller Datenübertragung-Schnittstelle Thunderbolt ausgestattet sein.

WWDC

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