Die Schweizer Fotografin Sabine Liewald soll gemäss der Zeitung «Der Sonntag» vom Computerkonzern Apple mehr als 3 Millionen Schweizer Franken bekommen haben, weil dieser unrechtmässig ein Bild von ihr verwendete.

Die Zeitung beruft sich auf die Aussagen eines guten Bekannten der Fotografin. Vor fünf Monaten hätte sie eine Klage gegen den iPhone-Hersteller eingereicht, heisst es. Apple hätte die Nahaufnahme eines geschminkten Auges ausschliesslich zu Layoutzwecken bestellt – soll das Foto aber auch zu Marketingzwecken für das neue MacBook Pro verwendet haben.

Aussergerichtliche Einigung

Mit der Klage beim New Yorker Bezirksgericht forderte Liewald Schadenersatz für jede Verletzung der vereinbarten Lizenzierung sowie für damit verbundene Gewinne und Anwaltskosten.

Vor wenigen Wochen haben sich laut «Sonntag» die beiden Parteien aussergerichtlich geeinigt. Über die Einzelheiten der Einigung schweigen beide Parteien. Liewalds Anwalt Dan Nelson und die Fotografin selber kommentieren die Summe nicht.

Legendäre Bahnhofsuhr auf dem iPad

Vor kurzem floss schon einmal viel Geld von Apple aus den Vereinigten Staaten in die Schweiz: Weil der Konzern für das neue iPad das Design der SBB-Uhr geklaut hatte, musste Apple letzten Herbst den SBB 20 Millionen Franken überweisen.

«Anders als in der Schweiz geht es in den USA um deutlich höhere Summen», wird der Basler Rechtsanwalt Georg Gremmelspacher im Bericht zitiert.

(vst)