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Milliarden-Sparpaket
Apple-Zulieferer Foxconn dampft Ausgaben ein

Foxconn-Logo auf einer Messe
Foxconn-Logo auf einer Messe: Die Firma dreht an der Kostenschraube.Quelle: dycj - Imaginechina

Der Apple-Zulieferer Foxconn zieht die Konsequenzen aus schwierigen Geschäften im gesamten Jahr und setzt den Rotstift an.

Veröffentlicht am 21.11.2018

Die Ausgaben von Foxconn würden im kommenden Jahr um umgerechnet 2,9 Milliarden Dollar (20 Milliarden Yuan) reduziert, meldete Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf ein internes Schreiben. Die Sparschritte treffen auch das iPhone-Geschäft. Allein dort sollen die Kosten um fast 870 Millionen Dollar heruntergefahren werden. Zudem würden zehn Prozent der Stellen in nicht-technischen Bereichen wie der Verwaltung gestrichen.

Foxconn, früher bekannt unter dem Namen Hon Hai Precision, zählt mehr als eine Million Mitarbeiter, der Grossteil davon arbeitet in China. Das Unternehmen baut unter anderem iPhones im Auftrag von Apple zusammen.

Umsatzgranate iPhone schwächelt

Zuletzt hatte das Unternehmen seinen Gewinn weniger stark gesteigert als von Analysten erwartet und dies damit begründet, dass Apple wie auch grössere Zulieferer erklärt hätten, die Nachfrage nach dem Umsatzgaranten iPhone könne sich abschwächen.

Laut einem Medienbericht wird es auch keine zusätzliche Produktionslinien für das neue iPhone XR geben. Eine solche Anweisung soll an die Zulieferer Foxconn wie auch Pegatron ergangen sein.

Prognosen kassiert

Anfang des Monats hatte der US-Konzern Anleger mit einer Umsatzprognose überrascht, die unter den Erwartungen lag. Dies wurde mit der schwächeren Nachfrage in Schwellenländern begründet.

Apple-Zulieferer wie etwa der österreichische Sensorenhersteller AMS – kotiert an der Schweizer Börse –, der Chiphersteller IQE oder die im Bereich der Gesichtserkennung tätige Lumentum kassierten bereits reihenweise ihre Prognosen.

(reuters/ise)

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