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Arbeitskampf
Arbeiter von Thermo Fisher streiken gegen Verlagerung

Über 100 Angestellte von Thermo Fisher legten am Mittwoch die Arbeit nieder. Der US-Konzern will 106 Stellen im Kanton Waadt nach Tschechien auslagern.

Veröffentlicht am 19.04.2017

Mehr als hundert Angestellte des US-Laborausrüsters Thermo Fisher Scientific haben am Mittwochmorgen in Ecublens VD die Arbeit niedergelegt. Sie protestieren damit gegen die geplante Verlagerung eines Teils der Fabrik in die Tschechische Republik und die Streichung von 106 der 165 Stellen.

Die Betroffenen fordern von der Unternehmensleitung, die Pläne zur Verlagerung der Posten ins Ausland aufzugeben, wie Unia-Gewerkschaftssekretär Noé Pelet zur Nachrichtenagentur sda sagte. Zudem verlangten sie, dass die Gewerkschaft Unia in den laufenden Konsultationsprozess miteinbezogen wird. Dies werde bisher vom Management abgelehnt.

Unnötige Auslagerung

Weiter wollten die Angestellten, dass ihnen das Unternehmen einen Gesprächspartner gegenüberstelle, der über echte Entscheidungsbefugnisse verfüge. Beim lokalen Management sei dies derzeit nicht der Fall, sagte Pélet.

Trotz eines guten Geschäftsgangs hat der US-Konzern entschieden, einen grossen Teil seiner Fabrik in Ecublens auszulagern. Thermo Fisher liefert Produkte und Geräte, die in Chemielabors benötigt werden. In Ecublens werden unter anderem Röntgengeräte hergestellt.

(sda/gku/cfr)

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