Die AFG Arbonia Forster Holding hat ihren Verlust im vergangenen Jahr ausgeweitet. Während das Management den Ostschweizer Bauausrüster neu ausrichtete, fiel ein Verlust von 74,5 Millionen Franken an. Im Vorjahr hatte das Minus 70,2 Millionen Franken betragen.

Der Fehlbetrag hat vor allem mit Wertberichtigungen und unprofitablen Verkäufen von Firmenteilen zu tun. Ohne diese Belastungen in Höhe von fast 100 Millionen Franken wäre der AFG ein Gewinn von 21 Millionen Franken gelungen, wurde mitgeteilt.

Die AFG verkaufte im Lauf des vergangenen Jahres das britische Sanitärunternehmen Aqualux, die deutsche Warendorfer Küchen und das Corporate Center. Auch Buchverluste aus dem vor wenigen Tagen vollzogenen Verkauf der Kühlschrankfabrik an V-Zug ist mitberücksichtigt. Wertberichtigungen fielen in der Sparte Präzisitonstahlrohre und in der Oberflächentechnologie an.

Auch Umsatz geht zurück

Analysten hatten gemäss einer Umfrage der Nachrichtenagentur awp ein Minus von 76,6 Millionen Franken erwartet und damit ein etwas grösserer Verlust prognostiziert. Wie ein Experte von der Zürcher Kantonalbank aber schon vor der Bilanzvorlage geschrieben hatte, war 2012 für AFG ein Übergangsjahr.

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Auch 2013 will die AFG Teile der Gruppe verkaufen. Im Gegenzug stärkt die AFG die Sparte Fenster und Türen mit dem Kauf der polnischen Dobroplast, wie vor kurzem bekannt gegeben wurde. Das Ziel ist, dass der frühere Gemischtwarenladen AFG zu einem fokussierten Zulieferer für die Hülle und den Raum von Bauten wird.

Die Verkaufsverluste und Abschreiber belasteten auch das Betriebsresultat. Der Ebit fiel von -34,3 Millionen Franken auf -46,3 Millionen Franken. Auch der Umsatz ging zurück: AFG erwirtschaftet mit 1,29 Milliarden Franken - 4,3 Prozent weniger als 2011. Der Umsatzrückgang war allerdings erwartet und auch schon im Januar mitgeteilt worden.

(muv/sda)