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Halbjahreszahlen
Arbonia Forster läufts schlecht

AFG: Die St. Galler im Kriechgang.   Keystone

Die AFG publiziert eine Gewinnwarnung zum ersten Halbjahr. Der Reinverlust beläuft sich auf über 2 Millionen Franken.

Veröffentlicht am 21.07.2014

Die AFG Arbonia-Forster-Gruppe hat das erste Halbjahr mit Verlust abgeschlossen und entsprechend die Öffentlichkeit noch vor dem ursprünglich geplanten Termin (7. August) mit ersten Zahlen aus dem Halbjahresabschluss vorinformiert. Der Umbau der Gruppe schreitet nicht wie geplant voran, eine Umsatzbeschleunigung wird erst im zweiten Halbjahr erwartet.

Im weitergeführten Geschäft erlitt AFG einen Nettoverlust von 2,6 Millionen Franken, dies nach einem Gewinn im Vorjahr auf vergleichbarer Basis von 2,9 Millionen, wie es in der Mitteilung heisst. Der operative Gewinn Ebit fiel auf 5,8 Millionen Franken von zuvor 18,4 Millionen zurück, während der Umsatz bereinigt um Währungs-, Devestitions- und Akquisitionseffekt leicht um 0,4 Prozent auf 447 Millionen abnahm.

Probleme beim Umbau

Die Umsätze hätten sich im ersten Halbjahr in allen Divisionen «unbefriedigend» entwickelt, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Margen seien unter Druck gekommen und Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden sowie den abgeschlossenen Devestitionen und Akquisitionen hätten zusätzlich auf das Ergebnis gedrückt. Insgesamt benötige der Umbau zum Kompetenzzentrum für Hülle und Raum mehr Zeit als ursprünglich gedacht. Vor allem in den Heimmärkten Schweiz und Deutschland erweise sich die Steigerung der Marge als «grosse Herausforderung».

Trotz erschwerter Rahmenbedingungen hat AFG in der Division Gebäudetechnik einen gegenüber dem Vorjahr höheren Umsatz von 216 Millionen Franken (Vorjahr 209 Millionen) und ein unveränderter Ebit von 16,1 Millionen erzielt. Die Division Gebäudehülle musste insbesondere im Fenstermarkt Schweiz beim Umsatz und beim Ebit einen Rückschlag hinnehmen: Der Umsatz der Sparte sank auf 163 Millionen (167 Millionen), der Ebit fiel mit 0,9 Millionen in den Verlustbereich (+6,9 Millionen).

Auch die Division Gebäudesicherheit sei hauptsächlich wegen Engpässen in der Türenproduktion mit einem Umsatz von 66,3 Millionen Franken (70,9 Millionen) und einem Ebit von 2,7 Millionen (6,4 Millionen) unter den Erwartungen und hinter den Vorjahreszahlen zurückgeblieben. Die Resultate des ausgegliederten, zum Verkauf stehenden Geschäfts Oberflächentechnologie sind in diesen Kennzahlen nicht mehr berücksichtigt.

Beschleunigung im zweiten Halbjahr

Im zweiten Halbjahr rechnet AFG aufgrund eingeleiteter Massnahmen mit einer Umsatzsteigerung und Verbesserungen auf der Kostenseite, doch werde der Ebit der fortgeführten Geschäftsbereiche das vergleichbare Ergebnis aus dem Vorjahr voraussichtlich nicht erreichen. Grund zur Zuversicht gibt AFG der konzernweit «gute Auftragsbestand», die mit neuen Produkten gefüllte Pipeline und die sukzessiv greifenden Massnahmen zur Effizienzsteigerung im Vertrieb und der Produktion.

Zu Prognosen auf Stufe Reinergebnis äussert sich das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie eine Sprecherin auf Anfrage von AWP erklärt hat. Im Rahmen der Bilanzmedienkonferenz von Anfang März hatte das Management für das laufende Jahr noch die Rückkehr in die Gewinnzone in Aussicht gestellt.

Details zum ersten Halbjahr erläutert die Geschäftsleitung am 7. August.

(awp/chb)

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