Der Thurgauer Bauausrüster Arbonia-Forster (AFG) will weitere Stellen von der Schweiz ins Ausland verlagern. Bis zu 250 Arbeitsplätze sind betroffen. Als Grund gibt das Unternehmen den anhaltenden Kosten- und Importdruck im Schweizer Markt an.

Die Kunststoff-Fensterproduktion vom Standort Villeneuve VD soll ins slowakische Pravenec verlagert werden und die Produktionsstätte im Verlauf des Jahres 2016 geschlossen werden, wie AFG mitteilte. Dadurch fallen bis 2016 voraussichtlich 90 Stellen in der Schweiz weg.

Kapitalerhöhung geplant

Zudem soll im Rahmen des Kaufs des ostdeutschen Fensterherstellers Wertbau die Holz- und Holz/Aluminium-Fensterproduktion über die kommenden drei Jahre schrittweise von Altstätten SG an den deutschen Standort Langenwetzendorf verlagert werden. Davon sind bis zu 160 weitere Schweizer Arbeitsstellen betroffen.

Bereits im März hatte der Konzern die Verlagerung von 150 bis 200 Stellen von Altstätten SG nach Pravenec angekündigt. Um die finanzielle Flexibilität für die geplante Restrukturierung zu schaffen, plant AFG eine Kapitalerhöhung von rund 200 Millionen Franken.

Rote Zahlen im ersten Halbjahr

Der Konzern sieht sich einem starken Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Die neue Währungssituation sowie der anhaltende starke Import- und Wettbewerbsdruck setzten die AFG einem äusserst schwierigen Wettbewerbsumfeld aus und hätten zu einem enttäuschenden operativen Ergebnis geführt, schrieb AFG.

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Vor Zinsen und Steuern (EBIT) schreibt AFG in der ersten Jahreshälfte 2015 rote Zahlen. Der opoerative Verlust beläuft sich auf 125,4 Millionen Franken, nach einem Betriebsgewinn von 5,8 Millionen Franken im Vorjahressemester.

Unter dem Strich beträgt der Verlust 132,6 Millionen Franken. Einmalkosten und Wertberichtigungen von 122,5 Millionen Franken belasteten das Ergebnis, wie AFG erklärte. Der Umsatz gab um 4,9 Prozent auf 425,1 Millionen Franken nach.

(sda/dbe/hon)