Wie viele Male wäscht man sich die Hände am Tag, lässt man Wasser in Spüle, Pfanne oder Kaffeemaschine laufen? Jedes Mal tritt ein Produkt in Aktion, das uns oft jahrzehntelang begleitet: Die Armatur. In jedem Haus, jeder Wohnung, jedem Büro ist sie zu finden. Höchst selten braucht es einmal einen Austausch – im Allgemeinen sind diese Ausrüstungen zuverlässig und funktionieren reibungslos. Ebenso unauffällig reiht sich ihr Design in die verschiedensten Umgebungen ein. Der gleichen Armatur begegnet man so in ganz unterschiedlichen Objekten, von der Mietwohnung bis zum Hotel. Das macht einen Blick auf die äusseren Qualitäten interessant: Wären diese Armaturen dem Auge nicht gefällig, hätten sich nicht so auffallend viele dafür entscheiden. Auch wenn sie im Laufe der Jahre altmodisch geworden wären, wären sie bald einmal vom Markt verschwunden. Doch einzelne Modelle haben es geschafft, dass sie 10, 15, ja, sogar 20 Jahre im Design nahezu unverändert produziert und zu tausenden abgesetzt werden. Durchschnittsprodukte sagen verächtlich die einen, gekonnte Klassiker bewundernd die anderen.

Doch was zeichnet einen Bestseller im Armaturenbereich überhaupt aus? Otto Heilmann, Leiter Marketingservices von Similor Kugler SA, Carouge, meint hierzu: «Aus meiner Sicht ist es die ganzheitliche Qualität: Keine Extreme im Design, sondern die einfache gute Form steht im Vordergrund. Dafür gibt es keine Kompromisse in der Qualität, denn diese Armaturen müssen sich breit bewähren – bei Profis wie Installateuren oder Architekten ebenso wie bei den Nutzern. Was sie dann aber erst zum Bestseller macht, sind die Referenzen: Wenn es sich herumspricht, dass die Armatur XY einfach gut ist.»

Design für viele Augen

Natürlich muss das Äussere stimmen: Eine Armatur, die nicht gefällt und nirgends richtig passt, hat keine Chance auf dem Markt. Und wie findet man die «richtige» Form, die Jahrzehnte auf dem Markt überlebt? Unterliegt die Branche denn keinen Designtrends? Otto Heilmann: «Natürlich spielen Design und Designtrends eine wesentliche Rolle im Armaturenbereich. Die Neulancierungen der letzten Jahre beweisen eine ungeheure Kreativität. Es gilt zu unterscheiden, in und für welche Segmente diese Entwicklungen gemacht werden: Für Standardbäder oder Luxusbäder, günstige oder hochpreisige Objekte. Je nachdem sind die Anforderungen an Ästhetik, Sortiment, Materialien und Möglichkeiten andere. Die ästhetische, funktionale und technische Qualität muss für jedes Segment spezifisch stimmen. Das ist die grosse Kunst.»

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Den Urtypus widerspiegeln

Doch eine schöne Form allein ist noch kein Garant für den Erfolg. Auch das Handling ist ein wesentlicher Faktor: Ein Wasserhahn, der nicht gut in der Hand liegt und unpraktisch im Gebrauch ist, wird es nie zu grossen Ehren bringen. Eine Armatur, die sich breit im Markt durchsetzen soll, braucht ganz bestimmte ästhetische Voraussetzungen: Sie muss den Urtypus einer Armatur widerspiegeln, auf Anhieb ihr Funktionieren erkennen lassen, mit glatten Flächen zeitlos und schnörkellos sein, unprätentiös ihrer Umgebung den Vortritt lassen – und sich dennoch im Gesamtbild behaupten. Einfach gesagt, aber gar nicht so einfach umzusetzen. Erst der Markt, die Kunden und deren Erfahrungen mit dem Produkt entscheiden, ob wieder ein Bestseller geboren ist oder nicht. Das heisst, dass selbstverständlich auch Technologie und Qualität stimmen müssen. Die Materialien haben hochwertig zu sein, die Verarbeitung fehlerlos. Kleinste Unregelmässigkeiten oder Kompromisse führen zu Schäden. Das Material muss extreme Temperaturunterschiede mitmachen und an der Oberfläche ausgleichen, das Wasser stets einwandfrei fliessen. Die Installation hat problemlos zu funktionieren, Anschlüsse müssen nahtlos passen und normale Ver-
schleissteile einfach auswechselbar sein. Qualitäten, die viel Know-how in Technik und Präzision in der Herstellung verlangen. Nicht umsonst haben auch in diesem Sektor Produkte aus Schweizer Produktion international einen hervorragenden Ruf.
Bestseller wie «Milor», seit fast 20 Jahren auf dem Markt, oder «Swisstap». Zeitlose Klassiker wie «Tenos» oder «Marathon» sowie wegweisende Technologie-Entwicklungen wie «Ecototal» zeugen von einem breiten Erfahrungshintergrund bei Similor Kugler. Das Unternehmen befasst sich seit 1854 mit der Entwicklung, Technologie und Herstellung von Qualitätsarmaturen und hat immer wieder für massgebende Innovationen gesorgt. So wurde vor über zehn Jahren mit «Ecototal» die erste Kartusche auf den Markt gebracht, mit welcher ein umweltbewusster und nachhaltiger Umgang mit Wasser und Energie ermöglicht wurde. Es war das erste und einzige Unternehmen in Europa, das sich damals bereits mit diesem Thema befasst hat. Die umweltbewusste Kartusche wird in Standardarmaturen für Mietobjekte integriert.
Stellt sich zum Schluss noch die Frage: Passen diese «Klassiker im Mainstream» überhaupt noch in eine Zeit, wo alles immer kurzlebiger wird? Otto Heilmann: «Sie haben noch in keine Zeit so gut gepasst wie in unsere. Gerade diese langlebigen Produkte leisten einen enormen Beitrag an die Umwelt: Das ist Nachhaltigkeit in der Praxis. Verbunden mit unserer ‹Ecototal›-Technologie setzen sie täglich riesige Sparpotenziale im Energie- und Wasserhaushalt um. Kurzlebigkeit ist in unserer Branche speziell mit dem Blick auf den Mietwohnungsbau nicht gefragt. Hier kann man sich keine Experimente leisten.»

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www.similorkugler.com