TOURISMUS. Die Wintersaison 2007/2008 ist lanciert, doch der Aroser Tourismusdirektor Hans-Kaspar Schwarzenbach will nicht nur zahlreiche, sondern auch nachhaltig agierende Gäste anlocken und seine Aktion «Klimaneutrale Ferien in Arosa» zum Durchbruch führen.

Arosa offeriert seinen Gästen spezielle Pauschalen, bei denen der CO2-Verbrauch auf An- und Abreise sowie beim Aufenthalt in Franken umgerechnet und danach mit Umweltzertifikaten ausgeglichen wird. Der Ort kooperiert hierfür mit einer deutschen Biogasanlage, die Treibhausgase abbaut.Trotz hoher Publizität hat die Aktion im letzten Winter kaum eingeschlagen. Schwarzenbach: «Wir erhielten 400 entsprechende Buchungen, von denen letztlich aber nur 9% wirklich klimaneutral über die Bühne gingen.» Dies, obschon Arosa Tourismus alle Kosten für die Gäste übernahm, was 30000 Fr. ausmachte. Jetzt soll die Quote auf 20% gesteigert werden.

Vorreiter im Alpenraum

Der Bündner Ferienort ist beim aktiven Klimaschutz Vorreiter im Alpenraum, aber nicht allein. In der Organisation «Alpine Pearls» haben sich 21 Winterferienorte zusammengeschlossen, um sanfte Mobilität und Klimaneutralität zu fördern. In der Schweiz ist neben Arosa auch Interlaken mit dabei.

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Die Forcierung des ökologischen Bewusstseins bei den Gästen lohnt sich für Arosa: Wie die Ferienvermarkterin Schweiz Tourismus nämlich bestätigt, werden Gästeanfragen nach Klimaschutz-Angeboten in der Regel direkt nach Arosa weitergeleitet.