Die Aryzta-Gruppe hat im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres 2012/13 (per 31.1.) einen Gruppenumsatz von 2,07 Milliarden Euro erwirtschaftet, entsprechend einem Plus von 8,2 Prozent. Im Bereich Food waren es +6,9 Prozent auf 1,50 Milliarden Euro, wobei 'Food Europe' um 2,0 Prozent, 'Food Nord-Amerika' um 10,6 Prozent und der 'Rest der Welt' um 11,8 Prozent zulegten.

Der Gruppen-Ebita legte mit +4,2 Prozent auf 186,3 Millionen Euro weniger stark zu als der Umsatz, entsprechend sank die Marge auf 9,0 Prozent (VJ 9,4 Prozent). Der Reingewinn stieg um 5,6 Prozent auf 129,4 Millionen Euro, der zugrundeliegende Gewinn pro Aktie (EPS, voll verwässert) um 0,5 Prozent auf 146,4 Eurocent, wie der vor allem im Bereich Backwaren tätige Konzern mitteilte.

Damit hat der Konzern die Prognosen der Analysten (AWP-Konsens) auf Stufe Umsatz zwar leicht übertroffen, bei Ebita und EPS allerdings verfehlt. Diese hatten für den Umsatz 2,033 Milliarden EUR, für den Ebita 196,9 Millionen und für den EPS 154 Cent prognostiziert.

Die Agrar-Tochter Origin Enterprises, an der Aryzta rund 69 Prozent hält und die separat kotiert ist, hat ihre Halbjahreszahlen bereits vergangene Woche präsentiert. Der Umsatz im Kernbereich Agri-Services wuchs um 11,9 Prozent auf 567,7 Millionen Euro. Der adjustierte verwässerte Gewinn je Aktie (EPS) stieg vor Amortisationen und Einmaleffekten um 16,2 Prozent auf 7,59 Cent an

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«Die Reingewinn-Entwicklung war robust angesichts des herausfordernden Handelsumfeldes», wird CEO Owen Killian in der Mitteilung zitiert. Trotz signifikanten Investitionen im Zusammenhang mit dem ATI-Programm zur Verbesserung der Kostenstruktur und der Profitabilität habe man bei der Reduzierung der Nettoschulden gute Fortschritte gemacht. Das ATI-Programm soll wie geplant im Geschäftsjahr 2014 beendet sein.

Zum Ausblick gibt sich das Unternehmen relativ wenig konkret. Im zweiten Halbjahr dürfte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr - schwaches Europa und bescheidene Erholung in Nordamerika - wenig ändern, heisst es. Der Konsens für das Gesamtjahr für den EPS (fully diluted), inklusive des Zuwachses aus den jüngst akquirierten Geschäft, scheine «vernünftig», heisst es. Die früher gegebene EPS-Guidance (EPS +5-10 Prozent gegenüber Vorjahr, 3,54-3,71 Euro) dürfte damit weiter gelten, auch wenn sie so nicht konkret erwähnt wird. Für das nächste Geschäftsjahr 2014 erwartet Aryzta eine Rückkehr zu zweistelligem EPS-Wachstum.

(tke/chb/awp)