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Aryzta wächst kräftig weiter

Schweizer Sitz in Zürich: Vor allem dank Akquisitionen gewachsen. (Bild: Keystone)

Der Backwarenhersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr über 4,5 Milliarden Euro umgesetzt. Kräftiges Wachstum erzielte Aryzta vor allem mit Tiefkühlbackware in Europa - dank Akquisitionen.

Veröffentlicht am 30.09.2013

Der Backwarenkonzern Aryzta hat im Geschäftsjahr 2012/2013 (per 31. Juli) mit einem Umsatz von 4,50 Milliarden Euro die Erwartungen der Branchenbeobachter übertroffen. Das Unternehmen ist damit um 7 Prozent gewachsen, wie aus einer Mitteilung von Montag hervorgeht.

Im Geschäft mit Tiefkühlbackwaren erzielte die Gruppe ein Umsatzplus von 7,6 Prozent auf 3,09 Milliarden Euro. In Europa, wo zwei Drittel des Spartenumsatzes gemacht werden, betrug das Plus 9,3 Prozent und war damit höher als in Nordamerika (+6,4 Prozent) und in den übrigen Märkten (+5,7 Prozent). Das starke Wachstum auf dem europäischen Markt geht allerdings mehrheitlich auf Akquisitionen zurück.

Die in Irland ansässige Agrar-Tochter Origin steigerte den Umsatz um 5,8 Prozent auf 1,42 Mrd. Euro.

Das operative Ergebnis verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 7,1 Prozent auf 475,6 Mio. Euro. Davon kamen 406,7 Euro von der Nahrungsmittel-Sparte, wo der Gewinn 8,5 Prozent nach oben kletterte. Der Reingewinn schliesslich stieg um 9,6 Prozent auf 319,1 Mio. Euro.

Besser als erwartet

Das beschleunigte Wachstum und die Gewinnzahlen wirkten sich positiv auf den Börsenwert des Backwarenherstellers aus. Der Kurs stand nach Handelsschluss 4,04 Prozent höher. Dies dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass vom Gewinnzuwachs auch die Aktionäre profitieren: Das Management schlägt eine Steigerung der Dividenden um 6,8 Prozent vor.

Aryzta-Konzernchef Owen Killian äussert sich positiv über die Ergebnisse. "Der Bereich Spezialitäten-Backwaren bietet weiterhin attraktives Potential, und Aryzta verfügt über eine sehr attraktive Plattform", sagte Killian am Montag an einer Telefonkonferenz.

Der CEO geht davon aus, dass der Konzern weiterhin organisch wachsen könne. Wachstum strebt das Unternehmen, in welchem 2008 auch die Aargauer Hiestand aufgegangen ist, zudem weiterhin über Akquisitionen an. Ein konkretes Übernahmeobjekt sei derzeit jedoch noch nicht in Sicht, so Killian.

Für das laufende Geschäftsjahr peilt die Firma ein Gewinnwachstum im zweistelligen Prozentbereich an. Mit dieser Ankündigung kehrt Killian zu seiner älteren Prognose zurück, die er im Verlauf des ersten Semesters 2013 hatte nach unten korrigieren müssen.

Schweizer Umsatz gleich geblieben

In der Schweiz wurden im Geschäftsjahr 2012/2013 rund 220 Mio. Euro erwirtschaftet, etwa gleich viel wie im Vorjahreszeitraum. Der Schweizer Anteil am Gesamtumsatz lag mit 4,9 Prozent jedoch wachstumsbedingt etwas tiefer als im Vorjahr, als er noch 5,3 Prozent betrug. Entstanden ist Aryzta, als der irische IAWS-Konzern Hiestand kaufte und seinen Sitz in die Schweiz verlegte.

(sda/rcv)

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