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Halbjahr
Aryztas Gewinn bricht um über 20 Prozent ein

Aryzta: Der Gewinn sank deutlich. Keystone

Der miserable Geschäftsgang von Aryzta hatte sich angekündigt. Nun ist klar, wie schlecht es zuletzt beim Backwarenkonzern lief. Immerhin konnte ein freier Chefposten interimistisch besetzt werden.

Veröffentlicht am 13.03.2017

Der Backwarenkonzern Aryzta präsentiert wie angekündigt ein miserables Halbjahresergebnis. Dafür hat das schweizerisch-irische Unternehmen einen Interimsfinanzchef gefunden.

David Wilkinson, zuvor beim Beratungsunternehmen KPMG tätig, wird die finanziellen Geschicke von Aryzta leiten, bis ein definitiver Finanzchef gefunden ist. Der aktuelle CFO Patrick McEniff wird das Unternehmen wie per 31. März verlassen, ebenso wie Konzernchef Owen Killian und Americas-Chef John Yamin.

Markt Nordamerika schwächelt

Damit drückt Aryzta beim Management-Wechsel aufs Tempo. Zuvor war noch der Juli als Zeitpunkt genannt worden. Das Köpferollen ist eine Folge der Gewinnwarnung, die Aryzta im Januar aussprechen musste. Damals hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass der Gewinn nach fünf Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 um einen Fünftel unter dem Vorjahr liege. In der Folge brach der Aktienkurs um über 30 Prozent ein.

Am Montag nun legte Aryzta seine Halbjahreszahlen vor. Der Umsatz in den ersten sechs Monaten liegt mit 1,9 Milliarden Euro um 2,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Besonders im grössten Markt Nordamerika musste der Backwarenkonzern Federn lassen. Hier ging der Umsatz um 5,8 Prozent auf 915 Millionen Euro zurück.

Fast ein Drittel weniger Gewinn

Auf Konzernebene verringerte sich der operative Gewinn (Ebita) um satte 31 Prozent auf 159 Millionen Euro. Auf Stufe Reingewinn ergab sich ein Minus von gut 22 Prozent auf 109 Millionen Euro.

(sda/jfr/mbü)

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